Comparative analysis of exudate production and composition in selected Primula species
David Elser
Abstract
David Elser
Abstract
Die mehligen oder öligen Exsudate der Gattung Primula L. sind seit langem von Interesse für viele Wissenschaftler. Zuerst wurde angenommen das diese nur aus unsubstituiertem Flavon bestehen, später aber konnten sowohl unterschiedlichste Flavone mit unüblichen Substitutionsmustern, Dihydrochalkone und sogenannte Orphan Flavonoide isoliert warden. Verglichen mit der großen Anzahl an Arten wurden bisher nur wenige Arten (hauptsächlich asiatischer Herkunft) auf die Zusammsetzung ihrer Exsudate hin untersucht. Ebenso sind Arbeiten, die sich mit der jahrzeitlichen Variabilität befassen, selten. Das Ziel diser Arbeit ist es daher mehr Einblick in die Diversifikation der Exsudate zu gewinnen, im speziellen über die europäisch-alpiner Arten. Zusätzlich wurden unterschiedliche Methoden zur Isolierung von Drüsenhaaren erprobt, um die Exsudatgewinnung zu optimieren. Ebenso werden mögliche Jahreszeitliche Veränderungen miteinbezogen. Die Arten von Interesse wurden am natürlichen Standort gesammelt oder kultiviert. Die Exsudate und deren Inhaltsstoffe wurden mit Hilfe von HPLC, MPLC, Säulenchromatographie, Dünnschichtchromatographie, MS und NMR analysiert. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich die Zusammensetzung der Exsudate europäisch-alpiner Arten nicht auf das Vorkommen von Flavon und Flavonen mit unüblichen Substitutionsmustern welche sich als typisch für die Gattung Primula erwiesen haben, beschränkt. Demnach konnten hier regulär substituierte Flavone, Flavanone und Flavonole in den Exkreten nachgewiesen werden. Außerdem wird die Stoffvielfalt erweitert durch die Produktion von Diterpenen sowie von Primin- ähnlichen Substanzen und bis jetzt noch unbekannten Verbindungen. Interessanterweise konnten in einigen Arten keinerlei Flavonoide nachgewiesen werden. Bemerkenswert ist die beobachtete jahrzeitliche qualitative und quantitative Variabilität der Exsudateprofile in Populationen, welche jedoch noch intensiver zu erforschen wäre.
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Die mehligen oder öligen Exsudate der Gattung Primula L. sind seit langem von Interesse für viele Wissenschaftler. Zuerst wurde angenommen das diese nur aus unsubstituiertem Flavon bestehen, später aber konnten sowohl unterschiedlichste Flavone mit unüblichen Substitutionsmustern, Dihydrochalkone und sogenannte Orphan Flavonoide isoliert warden. Verglichen mit der großen Anzahl an Arten wurden bisher nur wenige Arten (hauptsächlich asiatischer Herkunft) auf die Zusammsetzung ihrer Exsudate hin untersucht. Ebenso sind Arbeiten, die sich mit der jahrzeitlichen Variabilität befassen, selten. Das Ziel diser Arbeit ist es daher mehr Einblick in die Diversifikation der Exsudate zu gewinnen, im speziellen über die europäisch-alpiner Arten. Zusätzlich wurden unterschiedliche Methoden zur Isolierung von Drüsenhaaren erprobt, um die Exsudatgewinnung zu optimieren. Ebenso werden mögliche Jahreszeitliche Veränderungen miteinbezogen. Die Arten von Interesse wurden am natürlichen Standort gesammelt oder kultiviert. Die Exsudate und deren Inhaltsstoffe wurden mit Hilfe von HPLC, MPLC, Säulenchromatographie, Dünnschichtchromatographie, MS und NMR analysiert. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich die Zusammensetzung der Exsudate europäisch-alpiner Arten nicht auf das Vorkommen von Flavon und Flavonen mit unüblichen Substitutionsmustern welche sich als typisch für die Gattung Primula erwiesen haben, beschränkt. Demnach konnten hier regulär substituierte Flavone, Flavanone und Flavonole in den Exkreten nachgewiesen werden. Außerdem wird die Stoffvielfalt erweitert durch die Produktion von Diterpenen sowie von Primin- ähnlichen Substanzen und bis jetzt noch unbekannten Verbindungen. Interessanterweise konnten in einigen Arten keinerlei Flavonoide nachgewiesen werden. Bemerkenswert ist die beobachtete jahrzeitliche qualitative und quantitative Variabilität der Exsudateprofile in Populationen, welche jedoch noch intensiver zu erforschen wäre.
Key concepts: Primula, Chemistry, Exudate, Botany, Biology, Molecular biology