2019•University of ViennaOpen access

Investigation of antibiotically active compounds produced by newly isolated endophytic fungi Aspergillus westerdijkiae, Akanthomyces muscarius and Alternaria sp.

Havva Isikoglu

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Abstract

Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen wird es immer schwieriger, wirksame Antibiotika gegen Infektionskrankheiten bereitzustellen. Daher werden dringend neue Quellen für Antibiotika gesucht, um den Bedarf an neuen Wirksubstanzen decken zu können. In dieser Hinsicht sind Endophyten eine vielversprechende neue Quelle. Endophyten sind kommunikative Mikroorganismen, die im Inneren von Pflanzen leben und daher ein hohes Potential für interaktive Substanzen besitzen. Sie produzieren zahlreiche sekundäre Metabolite, unter anderem auch antimikrobielle Substanzen. Aus diesen Gründen wurden in dieser Diplomarbeit Pilzendophyten aus der Medizinalpflanze Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) auf ihre antimikrobielle Aktivität gegen verschiedene Testorganismen, wie z.B. Escherichia coli, Bacillus subtilis, Sacharomyces cerevisiae, Fusarium graminearum und Aspergillus niger, untersucht. Kulturmedien wurden mit Endophytenreinkulturen beimpft und inkubiert. Die Ansätze wurden mit geeigneten Lösungsmitteln extrahiert und mit Hilfe von Agardiffusionstests auf ihre antibiotische Wirkung getestet. Aktive Extrakte wurden mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC) analysiert und anschließend mithilfe von semi-präparativer HPLC aufgetrennt und fraktioniert, um Reinsubstanzen zu erhalten. Schließlich wurden aktive Substanzen mittels hochauflösende Massenspektrometrie (HRMS) und Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) identifiziert. Fünf aus Edelweiß isolierte Pilzendophyten wurden untersucht, wobei zwei Isolate antibiotische Aktivitäten zeigten. Das Isolat LN733 wurde als Aspergillus westerdijkiae und LN303 als Akanthomyces muscarius identifiziert. Das Gesamtextrakt von A. westerdijkiae zeigte antibiotische Aktivitäten gegen die Testorganismen B. subtilis, E. coli und S. cerevisiae. Bioassays der Fraktionen wiesen die antibiotische Aktivität gegen S. cerevisiae den Fraktionen 9 und 10 zu, während die Fraktionen 12 und 13 Aktivitäten gegen E. coli und B. subtilis zeigten. Des Weiteren wies Fraktion 16 eine antibiotische Aktivität gegen B. subtilis auf. Massenspektrometriesche Untersuchen zeigten, dass in den aktiven Fraktionen v.a. ungesättigte und gesättigte langkettige Fettsäuren enthalten waren. Untersuchungen der Fraktion 12 mittels HRMS und NMR ergaben, dass Linolsäure für die antibiotische Aktivität gegen B. subtilis verantwortlich war. Das Gesamtextrakt von A. muscarius war aktiv gegen E. coli, S. cerevisiae, F. graminearum und A. niger. Mithilfe semi-präparativer HPLC konnte durch Fraktionierung und anschließender Subfraktionierung der aktiven Fraktion eine Reinsubstanz gewonnen werden. NMR Analysen zufolge handelt es sich hierbei um die Substanz Emestrin A. Agardiffusionstest der Reinsubstanz zeigten eine komplette Inhibition bei den Testorganismen E. coli und S. cerevisiae, während bei den filamentösen Pilzen F. graminearum und A. niger nur eine partielle Inhibition beobachtet wurde.

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What this paper is about

Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen wird es immer schwieriger, wirksame Antibiotika gegen Infektionskrankheiten bereitzustellen. Daher werden dringend neue Quellen für Antibiotika gesucht, um den Bedarf an neuen Wirksubstanzen decken zu können. In dieser Hinsicht sind Endophyten eine vielversprechende neue Quelle. Endophyten sind kommunikative Mikroorganismen, die im Inneren von Pflanzen leben und daher ein hohes Potential für interaktive Substanzen besitzen. Sie produzieren zahlreiche sekundäre Metabolite, unter anderem auch antimikrobielle Substanzen. Aus diesen Gründen wurden in dieser Diplomarbeit Pilzendophyten aus der Medizinalpflanze Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) auf ihre antimikrobielle Aktivität gegen verschiedene Testorganismen, wie z.B. Escherichia coli, Bacillus subtilis, Sacharomyces cerevisiae, Fusarium graminearum und Aspergillus niger, untersucht. Kulturmedien wurden mit Endophytenreinkulturen beimpft und inkubiert. Die Ansätze wurden mit geeigneten Lösungsmitteln extrahiert und mit Hilfe von Agardiffusionstests auf ihre antibiotische Wirkung getestet. Aktive Extrakte wurden mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC) analysiert und anschließend mithilfe von semi-präparativer HPLC aufgetrennt und fraktioniert, um Reinsubstanzen zu erhalten. Schließlich wurden aktive Substanzen mittels hochauflösende Massenspektrometrie (HRMS) und Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) identifiziert. Fünf aus Edelweiß isolierte Pilzendophyten wurden untersucht, wobei zwei Isolate antibiotische Aktivitäten zeigten. Das Isolat LN733 wurde als Aspergillus westerdijkiae und LN303 als Akanthomyces muscarius identifiziert. Das Gesamtextrakt von A. westerdijkiae zeigte antibiotische Aktivitäten gegen die Testorganismen B. subtilis, E. coli und S. cerevisiae. Bioassays der Fraktionen wiesen die antibiotische Aktivität gegen S. cerevisiae den Fraktionen 9 und 10 zu, während die Fraktionen 12 und 13 Aktivitäten gegen E. coli und B. subtilis zeigten. Des Weiteren wies Fraktion 16 eine antibiotische Aktivität gegen B. subtilis auf. Massenspektrometriesche Untersuchen zeigten, dass in den aktiven Fraktionen v.a. ungesättigte und gesättigte langkettige Fettsäuren enthalten waren. Untersuchungen der Fraktion 12 mittels HRMS und NMR ergaben, dass Linolsäure für die antibiotische Aktivität gegen B. subtilis verantwortlich war. Das Gesamtextrakt von A. muscarius war aktiv gegen E. coli, S. cerevisiae, F. graminearum und A. niger. Mithilfe semi-präparativer HPLC konnte durch Fraktionierung und anschließender Subfraktionierung der aktiven Fraktion eine Reinsubstanz gewonnen werden. NMR Analysen zufolge handelt es sich hierbei um die Substanz Emestrin A. Agardiffusionstest der Reinsubstanz zeigten eine komplette Inhibition bei den Testorganismen E. coli und S. cerevisiae, während bei den filamentösen Pilzen F. graminearum und A. niger nur eine partielle Inhibition beobachtet wurde.

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Durch die Zunahme der Antibiotikaresistenzen wird es immer schwieriger, wirksame Antibiotika gegen Infektionskrankheiten bereitzustellen. Daher werden dringend neue Quellen für Antibiotika gesucht, um den Bedarf an neuen Wirksubstanzen decken zu können. In dieser Hinsicht sind Endophyten eine vielversprechende neue Quelle. Endophyten sind kommunikative Mikroorganismen, die im Inneren von Pflanzen leben und daher ein hohes Potential für interaktive Substanzen besitzen. Sie produzieren zahlreiche sekundäre Metabolite, unter anderem auch antimikrobielle Substanzen. Aus diesen Gründen wurden in dieser Diplomarbeit Pilzendophyten aus der Medizinalpflanze Edelweiß (Leontopodium nivale subsp. alpinum) auf ihre antimikrobielle Aktivität gegen verschiedene Testorganismen, wie z.B. Escherichia coli, Bacillus subtilis, Sacharomyces cerevisiae, Fusarium graminearum und Aspergillus niger, untersucht. Kulturmedien wurden mit Endophytenreinkulturen beimpft und inkubiert. Die Ansätze wurden mit geeigneten Lösungsmitteln extrahiert und mit Hilfe von Agardiffusionstests auf ihre antibiotische Wirkung getestet. Aktive Extrakte wurden mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatografie (HPLC) analysiert und anschließend mithilfe von semi-präparativer HPLC aufgetrennt und fraktioniert, um Reinsubstanzen zu erhalten. Schließlich wurden aktive Substanzen mittels hochauflösende Massenspektrometrie (HRMS) und Kernspinresonanzspektroskopie (NMR) identifiziert. Fünf aus Edelweiß isolierte Pilzendophyten wurden untersucht, wobei zwei Isolate antibiotische Aktivitäten zeigten. Das Isolat LN733 wurde als Aspergillus westerdijkiae und LN303 als Akanthomyces muscarius identifiziert. Das Gesamtextrakt von A. westerdijkiae zeigte antibiotische Aktivitäten gegen die Testorganismen B. subtilis, E. coli und S. cerevisiae. Bioassays der Fraktionen wiesen die antibiotische Aktivität gegen S. cerevisiae den Fraktionen 9 und 10 zu, während die Fraktionen 12 und 13 Aktivitäten gegen E. coli und B. subtilis zeigten. Des Weiteren wies Fraktion 16 eine antibiotische Aktivität gegen B. subtilis auf. Massenspektrometriesche Untersuchen zeigten, dass in den aktiven Fraktionen v.a. ungesättigte und gesättigte langkettige Fettsäuren enthalten waren. Untersuchungen der Fraktion 12 mittels HRMS und NMR ergaben, dass Linolsäure für die antibiotische Aktivität gegen B. subtilis verantwortlich war. Das Gesamtextrakt von A. muscarius war aktiv gegen E. coli, S. cerevisiae, F. graminearum und A. niger. Mithilfe semi-präparativer HPLC konnte durch Fraktionierung und anschließender Subfraktionierung der aktiven Fraktion eine Reinsubstanz gewonnen werden. NMR Analysen zufolge handelt es sich hierbei um die Substanz Emestrin A. Agardiffusionstest der Reinsubstanz zeigten eine komplette Inhibition bei den Testorganismen E. coli und S. cerevisiae, während bei den filamentösen Pilzen F. graminearum und A. niger nur eine partielle Inhibition beobachtet wurde.

Key concepts: Microbiology, Chemistry, Molecular biology, Biology

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