Alpha and beta diversity of scarab beetle assemblages (Coleoptera: Scarabaeidae: Dynastinae, Melolonthinae, Rutelinae, Scarabaeinae) of a tropical lowland forest in Costa Rica assessed by light trapping
Carsten Holzmann
Abstract
Carsten Holzmann
Abstract
Was die kleinraumige Verteilung von Artengemeinschaften pragt, ist eine zentrale Frage der Biodiversitatsforschung. Diese Studie beschaftigte sich anhand neotropischer Blatthornkafer-Gemeinschaften, welche Faktoren Alpha- und Beta-Diversitat in einem Tieflandregenwald im Sudwesten von Costa Rica beeinflussen. Dazu wurden Blatthornkafer mittels Lichtfallen in Unterwuchs und Baumkrone von drei unterschiedlichen Waldtypen (Schluchtwald, Hangwald und Kammwald; jeweils 6 Standorte) erfasst. Daruber hinaus analysierten wir welchen Ein-fluss der Waldtyp und die Vegetationsschicht auf die Korpergrosenverteilung, den Ernah-rungstyp und das Geschlechterverhaltnis von Arten haben. Zwischen Juli und September 2016 wurden insgesamt 1625 Individuen aus 45 Arten und vier Unterfamilien gesammelt. Der hochste Artenreichtum und die hochste Abundanz wurde einerseits im Kammwald und ande-rerseits im Unterwuchs festgestellt. Die Kafergemeinschaften unterschieden sich signifikant in Bezug auf Abundanz, Artenreichtum und Artenzusammensetzung zwischen den Waldtypen. Beide Strata waren durch unterschiedliche Artengemeinschaften gekennzeichnet. Diese unter-schieden sich jedoch nicht hinsichtlich Artenreichtum und Abundanz zwischen den Vegetati-onsschichten. Beta-Diversitat erklarte sich masgeblich durch Species turnover, Nestedness leistete nur einen geringen Beitrag. In allen drei Waldtypen zeichnete sich der Waldunter-wuchs generell durch eine hohere Beta-Diversitat aus als der Baumkronenbereich. Die mittlere Korpergrose der Kafergemeinschaft war im Unterwuchs von Hang- und Kammwaldern im Vergleich zur Baumkrone tendenziell groser. Im Gegensatz dazu zeigten Schluchtwald-Gemeinschaften ein entgegengesetztes Muster. Daruber hinaus variieren einige Arten in Bezug auf ihre Geschlechterverteilung zwischen den beiden untersuchten Vegetationslevel stark, was darauf hindeutet, dass der vertikale Gradient abiotischer Faktoren einen Einfluss auf die Ver-teilung von Mannchen und Weibchen haben kann. Die meisten Arten konnten als phytophag identifiziert werden und waren fast gleichmasig zwischen den Strata verteilt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Struktur von Blatthornkafergemeinschaften sowohl entlang des vertikalen Umweltgradienten vom Boden bis in die Baumkrone als auch entlang des geo-morphologischen Gradienten von Schlucht- uber Hang- bis hin zu Kammwaldern andert. Nachfolgende Untersuchungen mussen zeigen, inwieweit die Anderungen der einzelnen Cha-rakteristika der Artengemeinschaft in Zusammenhang mit dreidimensionalen Veranderungen des Mikroklimas, der Vegetationsstruktur und –zusammensetzung und der Ressourcenverfug-barkeit stehen.
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Findings are not separately available in the OpenAlex metadata.
Limitations are not available in the OpenAlex metadata.
Application details are not available in the OpenAlex metadata.
Was die kleinraumige Verteilung von Artengemeinschaften pragt, ist eine zentrale Frage der Biodiversitatsforschung. Diese Studie beschaftigte sich anhand neotropischer Blatthornkafer-Gemeinschaften, welche Faktoren Alpha- und Beta-Diversitat in einem Tieflandregenwald im Sudwesten von Costa Rica beeinflussen. Dazu wurden Blatthornkafer mittels Lichtfallen in Unterwuchs und Baumkrone von drei unterschiedlichen Waldtypen (Schluchtwald, Hangwald und Kammwald; jeweils 6 Standorte) erfasst. Daruber hinaus analysierten wir welchen Ein-fluss der Waldtyp und die Vegetationsschicht auf die Korpergrosenverteilung, den Ernah-rungstyp und das Geschlechterverhaltnis von Arten haben. Zwischen Juli und September 2016 wurden insgesamt 1625 Individuen aus 45 Arten und vier Unterfamilien gesammelt. Der hochste Artenreichtum und die hochste Abundanz wurde einerseits im Kammwald und ande-rerseits im Unterwuchs festgestellt. Die Kafergemeinschaften unterschieden sich signifikant in Bezug auf Abundanz, Artenreichtum und Artenzusammensetzung zwischen den Waldtypen. Beide Strata waren durch unterschiedliche Artengemeinschaften gekennzeichnet. Diese unter-schieden sich jedoch nicht hinsichtlich Artenreichtum und Abundanz zwischen den Vegetati-onsschichten. Beta-Diversitat erklarte sich masgeblich durch Species turnover, Nestedness leistete nur einen geringen Beitrag. In allen drei Waldtypen zeichnete sich der Waldunter-wuchs generell durch eine hohere Beta-Diversitat aus als der Baumkronenbereich. Die mittlere Korpergrose der Kafergemeinschaft war im Unterwuchs von Hang- und Kammwaldern im Vergleich zur Baumkrone tendenziell groser. Im Gegensatz dazu zeigten Schluchtwald-Gemeinschaften ein entgegengesetztes Muster. Daruber hinaus variieren einige Arten in Bezug auf ihre Geschlechterverteilung zwischen den beiden untersuchten Vegetationslevel stark, was darauf hindeutet, dass der vertikale Gradient abiotischer Faktoren einen Einfluss auf die Ver-teilung von Mannchen und Weibchen haben kann. Die meisten Arten konnten als phytophag identifiziert werden und waren fast gleichmasig zwischen den Strata verteilt. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass sich die Struktur von Blatthornkafergemeinschaften sowohl entlang des vertikalen Umweltgradienten vom Boden bis in die Baumkrone als auch entlang des geo-morphologischen Gradienten von Schlucht- uber Hang- bis hin zu Kammwaldern andert. Nachfolgende Untersuchungen mussen zeigen, inwieweit die Anderungen der einzelnen Cha-rakteristika der Artengemeinschaft in Zusammenhang mit dreidimensionalen Veranderungen des Mikroklimas, der Vegetationsstruktur und –zusammensetzung und der Ressourcenverfug-barkeit stehen.
Key concepts: Scarabaeinae, Scarabaeidae, Forestry, Biology, Geography, Ecology