2016RePEc: Research Papers in EconomicsOpen access

German Economy Autumn 2016 - Stretched economic upswing in Germany

Jens Boysen‐Hogrefe, Salomon Fiedler, Dominik Groll, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Martin Plödt, Galina Potjagailo

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Abstract

Die deutsche Konjunktur trotzt den teils heftigen Gegenwinden aus dem Ausland. Zwar rechnen wir nun damit, dass sich das Expansionstempo beim Bruttoinlandsprodukt mit 1, 7 Prozent im kommenden Jahr leicht verlangsamt, nach einem Zuwachs von 1, 9 Prozent im laufenden Jahr. Im Jahr 2018 dürfte das Bruttoinlandsprodukt jedoch wieder beschleunigt mit 2, 1 Prozent zulegen, so dass sich der Aufschwung in Deutschland weiter fortsetzen wird. Maßgeblich für die leichte Verlangsamung im Jahr 2017 sind temporär belastende Faktoren, darunter nicht zuletzt das Brexit-Votum, das vor allem die Ausfuhren merklich dämpfen wird. Gleichwohl dürften sich die Exporte mit der allmählichen Belebung der Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten rasch wieder fangen und den Aufschwung stützen. Getragen wird die konjunkturelle Dynamik aber weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So wird die Bauaktivität mit dem Auslaufen der witterungsbedingten Schwankungen aufgrund der äußerst anregenden Rahmenbedingungen, darunter insbesondere die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen, deutlich aufwärts gerichtet sein. Der private Konsum wird im gesamten Prognosezeitraum lebhaft expandieren, angetrieben von den hohen Realeinkommenszuwächsen, die sich aus einem Dreiklang von guter Arbeitsmarktlage, kräftig expandierenden monetären Sozialleistungen und geringen Preisanstiegen speisen. Lediglich die Ausrüstungsinvestitionen, die im zweiten Quartal einen herben Rückschlag verzeichneten, werden wohl vorerst von der recht hohen politischen Unsicherheit zurückgehalten werden und ihr Expansionstempo erst nach und nach wieder erhöhen. Auf dem Arbeitsmarkt setzt sich die günstige Entwicklung fort, so dass sich die Arbeitslosenquote von 6, 1 Prozent im laufenden Jahr wohl auf 5, 8 Prozent im Jahr 2018 verringern wird, bei gleichzeitig kräftigen Beschäftigungszuwächsen. Die öffentlichen Haushalte dürften im gesamten Prognosezeitraum Überschüsse fahren. Diese sind jedoch vor allem der hohen konjunkturellen Dynamik geschuldet.

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Die deutsche Konjunktur trotzt den teils heftigen Gegenwinden aus dem Ausland. Zwar rechnen wir nun damit, dass sich das Expansionstempo beim Bruttoinlandsprodukt mit 1, 7 Prozent im kommenden Jahr leicht verlangsamt, nach einem Zuwachs von 1, 9 Prozent im laufenden Jahr. Im Jahr 2018 dürfte das Bruttoinlandsprodukt jedoch wieder beschleunigt mit 2, 1 Prozent zulegen, so dass sich der Aufschwung in Deutschland weiter fortsetzen wird. Maßgeblich für die leichte Verlangsamung im Jahr 2017 sind temporär belastende Faktoren, darunter nicht zuletzt das Brexit-Votum, das vor allem die Ausfuhren merklich dämpfen wird. Gleichwohl dürften sich die Exporte mit der allmählichen Belebung der Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten rasch wieder fangen und den Aufschwung stützen. Getragen wird die konjunkturelle Dynamik aber weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So wird die Bauaktivität mit dem Auslaufen der witterungsbedingten Schwankungen aufgrund der äußerst anregenden Rahmenbedingungen, darunter insbesondere die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen, deutlich aufwärts gerichtet sein. Der private Konsum wird im gesamten Prognosezeitraum lebhaft expandieren, angetrieben von den hohen Realeinkommenszuwächsen, die sich aus einem Dreiklang von guter Arbeitsmarktlage, kräftig expandierenden monetären Sozialleistungen und geringen Preisanstiegen speisen. Lediglich die Ausrüstungsinvestitionen, die im zweiten Quartal einen herben Rückschlag verzeichneten, werden wohl vorerst von der recht hohen politischen Unsicherheit zurückgehalten werden und ihr Expansionstempo erst nach und nach wieder erhöhen. Auf dem Arbeitsmarkt setzt sich die günstige Entwicklung fort, so dass sich die Arbeitslosenquote von 6, 1 Prozent im laufenden Jahr wohl auf 5, 8 Prozent im Jahr 2018 verringern wird, bei gleichzeitig kräftigen Beschäftigungszuwächsen. Die öffentlichen Haushalte dürften im gesamten Prognosezeitraum Überschüsse fahren. Diese sind jedoch vor allem der hohen konjunkturellen Dynamik geschuldet.

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Die deutsche Konjunktur trotzt den teils heftigen Gegenwinden aus dem Ausland. Zwar rechnen wir nun damit, dass sich das Expansionstempo beim Bruttoinlandsprodukt mit 1, 7 Prozent im kommenden Jahr leicht verlangsamt, nach einem Zuwachs von 1, 9 Prozent im laufenden Jahr. Im Jahr 2018 dürfte das Bruttoinlandsprodukt jedoch wieder beschleunigt mit 2, 1 Prozent zulegen, so dass sich der Aufschwung in Deutschland weiter fortsetzen wird. Maßgeblich für die leichte Verlangsamung im Jahr 2017 sind temporär belastende Faktoren, darunter nicht zuletzt das Brexit-Votum, das vor allem die Ausfuhren merklich dämpfen wird. Gleichwohl dürften sich die Exporte mit der allmählichen Belebung der Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten rasch wieder fangen und den Aufschwung stützen. Getragen wird die konjunkturelle Dynamik aber weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So wird die Bauaktivität mit dem Auslaufen der witterungsbedingten Schwankungen aufgrund der äußerst anregenden Rahmenbedingungen, darunter insbesondere die anhaltend günstigen Finanzierungsbedingungen, deutlich aufwärts gerichtet sein. Der private Konsum wird im gesamten Prognosezeitraum lebhaft expandieren, angetrieben von den hohen Realeinkommenszuwächsen, die sich aus einem Dreiklang von guter Arbeitsmarktlage, kräftig expandierenden monetären Sozialleistungen und geringen Preisanstiegen speisen. Lediglich die Ausrüstungsinvestitionen, die im zweiten Quartal einen herben Rückschlag verzeichneten, werden wohl vorerst von der recht hohen politischen Unsicherheit zurückgehalten werden und ihr Expansionstempo erst nach und nach wieder erhöhen. Auf dem Arbeitsmarkt setzt sich die günstige Entwicklung fort, so dass sich die Arbeitslosenquote von 6, 1 Prozent im laufenden Jahr wohl auf 5, 8 Prozent im Jahr 2018 verringern wird, bei gleichzeitig kräftigen Beschäftigungszuwächsen. Die öffentlichen Haushalte dürften im gesamten Prognosezeitraum Überschüsse fahren. Diese sind jedoch vor allem der hohen konjunkturellen Dynamik geschuldet.

Key concepts: Investment (military), Economics, Brexit, Consumption (sociology), Forecast period, Quarter (Canadian coin), Business cycle, Transfer payment

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