2016RePEc: Research Papers in EconomicsRequires access

German Economy Winter 2016 - Expansion is set to continue

Jens Boysen‐Hogrefe, Salomon Fiedler, Dominik Groll, Nils Jannsen, Stefan Kooths, Martin Plödt, Galina Potjagailo

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Abstract

Die deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Wir gehen wie in unserer Herbstprognose davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 1, 9 Prozent und im kommenden Jahr um 1, 7 Prozent zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien sind derzeit nur schwer absehbar; kurzfristig dürften die Folgen begrenzt sein. Vor diesem Hintergrund werden die Exporte im Prognosezeitraum wohl wieder anziehen und den Aufschwung stützen. Getragen wird der Aufschwung jedoch weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So dürften die Bauinvestitionen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen im gesamten Prognosezeitraum mit hohen Raten expandieren. Auch der private Konsum wird aufgrund der günstigen Lage am Arbeitsmarkt und der weiterhin recht hohen Anstiege bei den staatlichen Transferzahlungen wohl weiter kräftig ausgeweitet werden. In den kommenden beiden Jahren dürften die privaten Konsumausgaben ihr hohes Expansionstempo jedoch nicht ganz halten können, da die Verbraucherpreise mit dem Auslaufen der preisdämpfenden Effekte seitens der Ölpreise wieder anziehen und so die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälern. Im Jahr 2018 dürfte die Inflation bei knapp 2 Prozent liegen, nach einer Rate von voraussichtlich 0, 5 Prozent im laufenden Jahr. Die Unternehmensinvestitionen tendierten im Sommerhalbjahr deutlich zur Schwäche, nicht zuletzt weil die politischen Unsicherheiten im internationalen Umfeld vor allem die Investitionsbereitschaft von exportorientierten Unternehmen gedämpft haben dürften. Mit dem Auslaufen dieser Effekte werden die Auftriebskräfte wieder mehr und mehr die Oberhand gewinnen, da die Geschäftsaussichten bei bereits überdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten günstig sind und von der Finanzierungsseite her keinerlei Hemmnisse bestehen. Die öffentlichen Haushalte werden bei spürbar steigenden Einnahmen und Ausgaben weiterhin Überschüsse in Höhe von rund 0, 5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt fahren. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt wird sich fortsetzen. Im Jahr 2018 werden wohl 44, 5 Millionen Menschen beschäftigt sein und die Arbeitslosenquote auf unter 6 Prozent sinken.

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Die deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Wir gehen wie in unserer Herbstprognose davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 1, 9 Prozent und im kommenden Jahr um 1, 7 Prozent zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien sind derzeit nur schwer absehbar; kurzfristig dürften die Folgen begrenzt sein. Vor diesem Hintergrund werden die Exporte im Prognosezeitraum wohl wieder anziehen und den Aufschwung stützen. Getragen wird der Aufschwung jedoch weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So dürften die Bauinvestitionen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen im gesamten Prognosezeitraum mit hohen Raten expandieren. Auch der private Konsum wird aufgrund der günstigen Lage am Arbeitsmarkt und der weiterhin recht hohen Anstiege bei den staatlichen Transferzahlungen wohl weiter kräftig ausgeweitet werden. In den kommenden beiden Jahren dürften die privaten Konsumausgaben ihr hohes Expansionstempo jedoch nicht ganz halten können, da die Verbraucherpreise mit dem Auslaufen der preisdämpfenden Effekte seitens der Ölpreise wieder anziehen und so die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälern. Im Jahr 2018 dürfte die Inflation bei knapp 2 Prozent liegen, nach einer Rate von voraussichtlich 0, 5 Prozent im laufenden Jahr. Die Unternehmensinvestitionen tendierten im Sommerhalbjahr deutlich zur Schwäche, nicht zuletzt weil die politischen Unsicherheiten im internationalen Umfeld vor allem die Investitionsbereitschaft von exportorientierten Unternehmen gedämpft haben dürften. Mit dem Auslaufen dieser Effekte werden die Auftriebskräfte wieder mehr und mehr die Oberhand gewinnen, da die Geschäftsaussichten bei bereits überdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten günstig sind und von der Finanzierungsseite her keinerlei Hemmnisse bestehen. Die öffentlichen Haushalte werden bei spürbar steigenden Einnahmen und Ausgaben weiterhin Überschüsse in Höhe von rund 0, 5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt fahren. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt wird sich fortsetzen. Im Jahr 2018 werden wohl 44, 5 Millionen Menschen beschäftigt sein und die Arbeitslosenquote auf unter 6 Prozent sinken.

Why it matters

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Key contribution

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Available abstract

Die deutsche Konjunktur bleibt in einem unruhigen internationalen Umfeld auf Expansionskurs. Wir gehen wie in unserer Herbstprognose davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr um 1, 9 Prozent und im kommenden Jahr um 1, 7 Prozent zulegen wird. Das Brexit-Votum wird die Konjunktur voraussichtlich kaum belasten. Die langfristigen Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten und des Verfassungs-Referendums in Italien sind derzeit nur schwer absehbar; kurzfristig dürften die Folgen begrenzt sein. Vor diesem Hintergrund werden die Exporte im Prognosezeitraum wohl wieder anziehen und den Aufschwung stützen. Getragen wird der Aufschwung jedoch weiterhin vor allem von den binnenwirtschaftlichen Auftriebskräften. So dürften die Bauinvestitionen aufgrund der günstigen Finanzierungsbedingungen im gesamten Prognosezeitraum mit hohen Raten expandieren. Auch der private Konsum wird aufgrund der günstigen Lage am Arbeitsmarkt und der weiterhin recht hohen Anstiege bei den staatlichen Transferzahlungen wohl weiter kräftig ausgeweitet werden. In den kommenden beiden Jahren dürften die privaten Konsumausgaben ihr hohes Expansionstempo jedoch nicht ganz halten können, da die Verbraucherpreise mit dem Auslaufen der preisdämpfenden Effekte seitens der Ölpreise wieder anziehen und so die Kaufkraft der privaten Haushalte schmälern. Im Jahr 2018 dürfte die Inflation bei knapp 2 Prozent liegen, nach einer Rate von voraussichtlich 0, 5 Prozent im laufenden Jahr. Die Unternehmensinvestitionen tendierten im Sommerhalbjahr deutlich zur Schwäche, nicht zuletzt weil die politischen Unsicherheiten im internationalen Umfeld vor allem die Investitionsbereitschaft von exportorientierten Unternehmen gedämpft haben dürften. Mit dem Auslaufen dieser Effekte werden die Auftriebskräfte wieder mehr und mehr die Oberhand gewinnen, da die Geschäftsaussichten bei bereits überdurchschnittlich ausgelasteten Kapazitäten günstig sind und von der Finanzierungsseite her keinerlei Hemmnisse bestehen. Die öffentlichen Haushalte werden bei spürbar steigenden Einnahmen und Ausgaben weiterhin Überschüsse in Höhe von rund 0, 5 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt fahren. Der Aufschwung am Arbeitsmarkt wird sich fortsetzen. Im Jahr 2018 werden wohl 44, 5 Millionen Menschen beschäftigt sein und die Arbeitslosenquote auf unter 6 Prozent sinken.

Key concepts: Economics, Investment (military), Inflation (cosmology), Consumption (sociology), Forecast period, Quarter (Canadian coin), Foreign direct investment, Labour economics

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