Möglichkeiten und Grenzen der farbduplex-gesteuerten Kompressionstherapie von punktionsbedingten Gefäßläsionen in der Leiste
B. Krumme, T Lehnert, H. Wollschläger, E. Keller
Abstract
B. Krumme, T Lehnert, H. Wollschläger, E. Keller
Abstract
Ziel der Arbeit: Die farbkodierte Duplexsonographie ermöglicht als nichtinvasives Verfahren nicht nur die Diagnose, sondern auch die Behandlung iatrogener Gefäßläsionen in der Leiste. Die vorliegende Studie sollte die Erfolgsrate dieser Methode bei nichtselektionierten Patienten klären und ihre Grenzen aufdecken. Methoden: Nach Diagnose einer postangiographischen Gefäßläsion in der Leiste wurde bei Fortbestehen der Läsion nach 24stündigem Druckverband eine manuelle farbduplexgesteuerte Kompressionstherapie durchgeführt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 29 Patienten, 24 mit Pseudoaneurysmen und 5 mit AV-Fisteln der Leiste, behandelt. 17 von 24 (71 %) Pseudoaneurysmen wurden verschlossen, während dies nur bei einer von 5 (20 %) AV-Fisteln möglich war. Eine laufende Antikoagulation und nicht beherrschbare Schmerzen limitierten die erfolgreiche Behandlung von Pseudoaneurysmen, während die AV-Fisteln, bis auf einen Fall, bei sehr hohen Flußgeschwindigkeiten nicht zu komprimieren waren. Schlußfolgerung: Die farbduplexgesteuerte Kompression ist als Therapie der Wahl von iatrogenen Pseudoaneurysmen anzusehen, während AV-Fisteln operativ behandelt werden sollten. Die Antikoagulation sollte, wenn klinisch vertretbar, unterbrochen und eine ausreichende Analgesie verordnet werden.
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Ziel der Arbeit: Die farbkodierte Duplexsonographie ermöglicht als nichtinvasives Verfahren nicht nur die Diagnose, sondern auch die Behandlung iatrogener Gefäßläsionen in der Leiste. Die vorliegende Studie sollte die Erfolgsrate dieser Methode bei nichtselektionierten Patienten klären und ihre Grenzen aufdecken. Methoden: Nach Diagnose einer postangiographischen Gefäßläsion in der Leiste wurde bei Fortbestehen der Läsion nach 24stündigem Druckverband eine manuelle farbduplexgesteuerte Kompressionstherapie durchgeführt. Ergebnisse: Insgesamt wurden 29 Patienten, 24 mit Pseudoaneurysmen und 5 mit AV-Fisteln der Leiste, behandelt. 17 von 24 (71 %) Pseudoaneurysmen wurden verschlossen, während dies nur bei einer von 5 (20 %) AV-Fisteln möglich war. Eine laufende Antikoagulation und nicht beherrschbare Schmerzen limitierten die erfolgreiche Behandlung von Pseudoaneurysmen, während die AV-Fisteln, bis auf einen Fall, bei sehr hohen Flußgeschwindigkeiten nicht zu komprimieren waren. Schlußfolgerung: Die farbduplexgesteuerte Kompression ist als Therapie der Wahl von iatrogenen Pseudoaneurysmen anzusehen, während AV-Fisteln operativ behandelt werden sollten. Die Antikoagulation sollte, wenn klinisch vertretbar, unterbrochen und eine ausreichende Analgesie verordnet werden.
Key concepts: Medicine, Arteriovenous fistula, Radiology, Shunt (medical), Pseudoaneurysm, Surgery, Aneurysm