1984•Klinische Monatsblätter für AugenheilkundeRequires access

Was hat die automatisierte Perimetrie mit dem Octopus für neue Kenntnisse über glaukomatöse Gesichtsfeldveränderungen gebracht?*

Balder P. Gloor, Joerg Sturmer, B. Vökt

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Abstract

Nach 5 Jahren Verwendung des automatisierten statischen Projektionsperimeters Octopus mit Retest-Logik und änderbarer Software wird zusammengefaßt, was an neuen Erkenntnissen über glaukomatöse Gesichtsfelder die automatisierte Perimetrie und insbesondere dieses Gerät gebracht hat: 1. Die Entdeckungswahrscheinlichkeit von glaukomatösen Gesichtsfelderausfällen wurde gegenüber der Handperimetrie verbessert. - 2. Die Resultate einer Gesichtsfeld-Untersuchung wurden dank Auswertprogrammen mathematisch-statistisch behandelbar. - 3. Es hat sich gezeigt, dass vor allem für die Beurteilung von frühen Gesichtsfeld-Veränderungen und für Verlaufskontrollen nur eine Schwellenwert-Perimetrie sinnvoll, eine überschwellige Perimetrie unbrauchbar ist. - 4. Es bestehen früheste Alterationen in vermehrten Fluktuationen um die normalen Altersschwellen. - 5. Im Bereich beginnender Skotome sind Gesichtsfeld-Veränderungen reversibel, der Funktionszustand einzelner Netzhautbezirke ist also wechselnd. - 6. Relative Skotome haben häufig keine eindeutig bestimmbaren Schwellen, sondern es handelt sich um Bereiche großer Streuung; damit offenbaren sich die Grenzen nicht nur einer überschwelligen statischen, sondern auch der kinetischen Perimetrie. - 7. Die Schwierigkeiten der Verlaufskontrolle glaukomatöser Gesichtsfelder wird mit der automatisierten statischen Perimetrie und den Auswertprogrammen erst richtig aufgezeigt. - 8. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind frühe Alterationen im Gesichtsfeld bereits Spätveränderungen im Verlauf der Glaukomkrankheit.

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Nach 5 Jahren Verwendung des automatisierten statischen Projektionsperimeters Octopus mit Retest-Logik und änderbarer Software wird zusammengefaßt, was an neuen Erkenntnissen über glaukomatöse Gesichtsfelder die automatisierte Perimetrie und insbesondere dieses Gerät gebracht hat: 1. Die Entdeckungswahrscheinlichkeit von glaukomatösen Gesichtsfelderausfällen wurde gegenüber der Handperimetrie verbessert. - 2. Die Resultate einer Gesichtsfeld-Untersuchung wurden dank Auswertprogrammen mathematisch-statistisch behandelbar. - 3. Es hat sich gezeigt, dass vor allem für die Beurteilung von frühen Gesichtsfeld-Veränderungen und für Verlaufskontrollen nur eine Schwellenwert-Perimetrie sinnvoll, eine überschwellige Perimetrie unbrauchbar ist. - 4. Es bestehen früheste Alterationen in vermehrten Fluktuationen um die normalen Altersschwellen. - 5. Im Bereich beginnender Skotome sind Gesichtsfeld-Veränderungen reversibel, der Funktionszustand einzelner Netzhautbezirke ist also wechselnd. - 6. Relative Skotome haben häufig keine eindeutig bestimmbaren Schwellen, sondern es handelt sich um Bereiche großer Streuung; damit offenbaren sich die Grenzen nicht nur einer überschwelligen statischen, sondern auch der kinetischen Perimetrie. - 7. Die Schwierigkeiten der Verlaufskontrolle glaukomatöser Gesichtsfelder wird mit der automatisierten statischen Perimetrie und den Auswertprogrammen erst richtig aufgezeigt. - 8. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind frühe Alterationen im Gesichtsfeld bereits Spätveränderungen im Verlauf der Glaukomkrankheit.

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Nach 5 Jahren Verwendung des automatisierten statischen Projektionsperimeters Octopus mit Retest-Logik und änderbarer Software wird zusammengefaßt, was an neuen Erkenntnissen über glaukomatöse Gesichtsfelder die automatisierte Perimetrie und insbesondere dieses Gerät gebracht hat: 1. Die Entdeckungswahrscheinlichkeit von glaukomatösen Gesichtsfelderausfällen wurde gegenüber der Handperimetrie verbessert. - 2. Die Resultate einer Gesichtsfeld-Untersuchung wurden dank Auswertprogrammen mathematisch-statistisch behandelbar. - 3. Es hat sich gezeigt, dass vor allem für die Beurteilung von frühen Gesichtsfeld-Veränderungen und für Verlaufskontrollen nur eine Schwellenwert-Perimetrie sinnvoll, eine überschwellige Perimetrie unbrauchbar ist. - 4. Es bestehen früheste Alterationen in vermehrten Fluktuationen um die normalen Altersschwellen. - 5. Im Bereich beginnender Skotome sind Gesichtsfeld-Veränderungen reversibel, der Funktionszustand einzelner Netzhautbezirke ist also wechselnd. - 6. Relative Skotome haben häufig keine eindeutig bestimmbaren Schwellen, sondern es handelt sich um Bereiche großer Streuung; damit offenbaren sich die Grenzen nicht nur einer überschwelligen statischen, sondern auch der kinetischen Perimetrie. - 7. Die Schwierigkeiten der Verlaufskontrolle glaukomatöser Gesichtsfelder wird mit der automatisierten statischen Perimetrie und den Auswertprogrammen erst richtig aufgezeigt. - 8. Mit großer Wahrscheinlichkeit sind frühe Alterationen im Gesichtsfeld bereits Spätveränderungen im Verlauf der Glaukomkrankheit.

Key concepts: Glaucoma, octopus (software), Visual field, Perimeter, Ophthalmology, Blind spot, Medicine, Optometry

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Was hat die automatisierte Perimetrie mit dem Octopus für neue Kenntnisse über glaukomatöse Gesichtsfeldveränderungen gebracht?* — Research Paper | ScholarLens