2011eDiss (Georg-August-Universität Göttingen)Open access

Weaning and castration in beef calves

Antje Farke‐Röver

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Abstract

Die vorliegende Arbeit beinhaltet drei Studien zum Einfluss des direkten Absetzens auf männliche und weibliche Fleischrindkälber unterschiedlichen Absetzalters (Trial 1; n=80) und zum Einfluss von Absetzzeitpunkt und der Burdizzo-Kastration auf männliche Fleischrindkälber (Trial 2; n=32 und Trial 3; n=111). In allen Studien wurden Daten zu Lautäußerungen, zum Verhalten und zur Wachstumsleistung der Kälber erfasst. Außerdem wurden Blut- (Trial 2) und Schlachtparameter (Trial 2 und 3) erhoben. Lautäußerungen und Verhalten in Trial 1 verdeutlichen, dass das Absetzen einen größeren Einfluss auf die jünger abgesetzten Kälber (Alter 6 Monate) hatte, als auf die Kälber, die mit 8 Monaten abgesetzt wurden. Weiterhin lässt sich aus den Wachstumsleistungen eine Empfehlung für das spätere Absetzen ableiten. In Trial 2 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration" und Absetzen erfolgt 4 Wochen nach Kastration . Hierbei konnten die betrachteten Blutparameter, auch Haptoglobin, vermutlich auf Grund des Zeitschemas der Probennahme, einen Einfluss von Absetzen und Kastration auf die Kälber nicht eindeutig abbilden. Die Kastration hat die Rufaktivität offensichtlich gemindert, beeinflusste jedoch nicht das Verhalten nach dem Absetzen. Obwohl es hinsichtlich der Wachstumsrate im 3-Wochen-Abschnitt nach der Kastration einen Leistungsvorteil der Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration gab, verschwanden die Unterschiede zwischen den Versuchsvarianten bis zur Schlachtung. In Trial 3 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration und Absetzen erfolgt 8 Wochen vor Kastration . Die Ergebnisse lassen deutlich werden, dass die Lautäußerungen eher durch das Absetzen als durch die Kastration verursacht wurden. Desweiteren reduzierte die Kastration die Rufaktivität und das Liegeverhalten. Deshalb konnte die Rufaktivität das Wohlbefinden der Kälber nicht schlüssig widerspiegeln, wenn Absetzen und Kas tration zeitgleich stattfanden. Das Verhalten wurde von Kastration und Absetzen ebenso beeinflusst wie von den Haltungsbedingungen. Ähnlich wie in Trial 2, scheint die Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration mit Blick auf die kurzfristige Wachstumsleistung über 3 Wochen nach der Kastration, vorteilhaft zu sein, jedoch gab es keinen Einfluss der Versuchsvariante auf die Schlachtparameter. Zur Absicherung der vorliegenden Ergebnisse sollten weiterführende Studien durchgeführt werden. Dabei sollten die betrachteten Stressindikatoren modifiziert werden. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit lässt sich folgern, dass die Zeitpunkte von Absetzen und Kastration auf die individuellen Produktionsbedingungen, wie Haltung, Fütterung und Vermarktung, abzustimmen sind.

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Die vorliegende Arbeit beinhaltet drei Studien zum Einfluss des direkten Absetzens auf männliche und weibliche Fleischrindkälber unterschiedlichen Absetzalters (Trial 1; n=80) und zum Einfluss von Absetzzeitpunkt und der Burdizzo-Kastration auf männliche Fleischrindkälber (Trial 2; n=32 und Trial 3; n=111). In allen Studien wurden Daten zu Lautäußerungen, zum Verhalten und zur Wachstumsleistung der Kälber erfasst. Außerdem wurden Blut- (Trial 2) und Schlachtparameter (Trial 2 und 3) erhoben. Lautäußerungen und Verhalten in Trial 1 verdeutlichen, dass das Absetzen einen größeren Einfluss auf die jünger abgesetzten Kälber (Alter 6 Monate) hatte, als auf die Kälber, die mit 8 Monaten abgesetzt wurden. Weiterhin lässt sich aus den Wachstumsleistungen eine Empfehlung für das spätere Absetzen ableiten. In Trial 2 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration" und Absetzen erfolgt 4 Wochen nach Kastration . Hierbei konnten die betrachteten Blutparameter, auch Haptoglobin, vermutlich auf Grund des Zeitschemas der Probennahme, einen Einfluss von Absetzen und Kastration auf die Kälber nicht eindeutig abbilden. Die Kastration hat die Rufaktivität offensichtlich gemindert, beeinflusste jedoch nicht das Verhalten nach dem Absetzen. Obwohl es hinsichtlich der Wachstumsrate im 3-Wochen-Abschnitt nach der Kastration einen Leistungsvorteil der Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration gab, verschwanden die Unterschiede zwischen den Versuchsvarianten bis zur Schlachtung. In Trial 3 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration und Absetzen erfolgt 8 Wochen vor Kastration . Die Ergebnisse lassen deutlich werden, dass die Lautäußerungen eher durch das Absetzen als durch die Kastration verursacht wurden. Desweiteren reduzierte die Kastration die Rufaktivität und das Liegeverhalten. Deshalb konnte die Rufaktivität das Wohlbefinden der Kälber nicht schlüssig widerspiegeln, wenn Absetzen und Kas tration zeitgleich stattfanden. Das Verhalten wurde von Kastration und Absetzen ebenso beeinflusst wie von den Haltungsbedingungen. Ähnlich wie in Trial 2, scheint die Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration mit Blick auf die kurzfristige Wachstumsleistung über 3 Wochen nach der Kastration, vorteilhaft zu sein, jedoch gab es keinen Einfluss der Versuchsvariante auf die Schlachtparameter. Zur Absicherung der vorliegenden Ergebnisse sollten weiterführende Studien durchgeführt werden. Dabei sollten die betrachteten Stressindikatoren modifiziert werden. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit lässt sich folgern, dass die Zeitpunkte von Absetzen und Kastration auf die individuellen Produktionsbedingungen, wie Haltung, Fütterung und Vermarktung, abzustimmen sind.

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Key contribution

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Available abstract

Die vorliegende Arbeit beinhaltet drei Studien zum Einfluss des direkten Absetzens auf männliche und weibliche Fleischrindkälber unterschiedlichen Absetzalters (Trial 1; n=80) und zum Einfluss von Absetzzeitpunkt und der Burdizzo-Kastration auf männliche Fleischrindkälber (Trial 2; n=32 und Trial 3; n=111). In allen Studien wurden Daten zu Lautäußerungen, zum Verhalten und zur Wachstumsleistung der Kälber erfasst. Außerdem wurden Blut- (Trial 2) und Schlachtparameter (Trial 2 und 3) erhoben. Lautäußerungen und Verhalten in Trial 1 verdeutlichen, dass das Absetzen einen größeren Einfluss auf die jünger abgesetzten Kälber (Alter 6 Monate) hatte, als auf die Kälber, die mit 8 Monaten abgesetzt wurden. Weiterhin lässt sich aus den Wachstumsleistungen eine Empfehlung für das spätere Absetzen ableiten. In Trial 2 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration" und Absetzen erfolgt 4 Wochen nach Kastration . Hierbei konnten die betrachteten Blutparameter, auch Haptoglobin, vermutlich auf Grund des Zeitschemas der Probennahme, einen Einfluss von Absetzen und Kastration auf die Kälber nicht eindeutig abbilden. Die Kastration hat die Rufaktivität offensichtlich gemindert, beeinflusste jedoch nicht das Verhalten nach dem Absetzen. Obwohl es hinsichtlich der Wachstumsrate im 3-Wochen-Abschnitt nach der Kastration einen Leistungsvorteil der Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration gab, verschwanden die Unterschiede zwischen den Versuchsvarianten bis zur Schlachtung. In Trial 3 wurden die Versuchsvarianten definiert als Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration und Absetzen erfolgt 8 Wochen vor Kastration . Die Ergebnisse lassen deutlich werden, dass die Lautäußerungen eher durch das Absetzen als durch die Kastration verursacht wurden. Desweiteren reduzierte die Kastration die Rufaktivität und das Liegeverhalten. Deshalb konnte die Rufaktivität das Wohlbefinden der Kälber nicht schlüssig widerspiegeln, wenn Absetzen und Kas tration zeitgleich stattfanden. Das Verhalten wurde von Kastration und Absetzen ebenso beeinflusst wie von den Haltungsbedingungen. Ähnlich wie in Trial 2, scheint die Variante Absetzen erfolgt zeitgleich mit Kastration mit Blick auf die kurzfristige Wachstumsleistung über 3 Wochen nach der Kastration, vorteilhaft zu sein, jedoch gab es keinen Einfluss der Versuchsvariante auf die Schlachtparameter. Zur Absicherung der vorliegenden Ergebnisse sollten weiterführende Studien durchgeführt werden. Dabei sollten die betrachteten Stressindikatoren modifiziert werden. Aus den Ergebnissen dieser Arbeit lässt sich folgern, dass die Zeitpunkte von Absetzen und Kastration auf die individuellen Produktionsbedingungen, wie Haltung, Fütterung und Vermarktung, abzustimmen sind.

Key concepts: Castration, Weaning, Animal science, Medicine, Biology, Internal medicine, Hormone

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