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DSSHerbicide: herbicide field trials in winter wheat. How to come to a decision.

David Sefzat, Friederike de Mol, Bärbel Gerowitt

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Abstract

Entscheidungshilfesysteme für die Herbizidauswahl können wirksame, ökonomisch optimierte Herbizidmischungen mit reduzierten Aufwandmengen errechnen, wenn Daten zur schlagspezifischen Verunkrautung eingegeben werden. Damit sind sie ein sinnvolles Hilfsmittel für die Integrierte Unkrautbekämpfung. Bevor sie in der Praxis empfohlen werden können, müssen ihre Empfehlungen geprüft werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden auf Winterweizenschlägen zwei Herbizidfeldversuche angelegt, in denen vier verschiedene Prototypen von Entscheidungshilfesystemen als Prüfglieder getestet wurden. Drei weitere Prüfglieder waren Expertenempfehlungen von privaten Beratern, amtlichem Warndienst und Landwirten sowie eine unbehandelte Kontrollvariante. Herbizidwirkungen im Herbst, Unkrauttrockenmasse nach Abschluss der Bekämpfungsmaßnahmen im Frühjahr, Herbizidkosten und Weizenerträge wurden zur Bewertung der Empfehlungen der Entscheidungshilfesysteme erfasst. In dem ersten Feldversuch mit geringer Unkrautdichte vor der Bekämpfung lag die Wirkung bei mindestens 85 %. Wirkungsgrade waren in zwei Prototypen geringer als in den Expertenvarianten. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Restverunkrautung in den verschiedenen Entscheidungsvarianten gefunden. Die Herbizidkosten waren auf diesem Standort in den Expertenvarianten höher als in den Varianten der Entscheidungshilfesysteme. Für die Weizenerträge konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten, selbst im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle, gefunden werden. Auf dem zweiten Feldversuch mit höherer Unkrautdichte lagen die Wirkungsgrade in allen Entscheidungsvarianten niedriger. Für Poa annua und Matricaria recutita wurden signifikante Unterschiede in der Wirkung zwischen den Entscheidungsvarianten gefunden. Diese Unterschiede wirkten sich nicht in signifikant unterschiedlichen Restverunkrautungen und Erträgen zwischen den behandelten Varianten aus. Drei der Prototypen hatten sehr niedrige Herbizidkosten bei der Herbstapplikation, aber sehr hohe bei der folgenden Frühjahrsbekämpfung. So waren die Herbizidkosten insgesamt höher als bei den Expertenvarianten. Aus den Versuchen kann das Fazit gezogen werden, dass mehrere Prototypen von Entscheidungshilfesystemen sinnvolle Bekämpfungsempfehlungen geben. Auf unkrautarmen Schlägen wurde ein deutliches Einsparpotential an Herbizidkosten offensichtlich.

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Entscheidungshilfesysteme für die Herbizidauswahl können wirksame, ökonomisch optimierte Herbizidmischungen mit reduzierten Aufwandmengen errechnen, wenn Daten zur schlagspezifischen Verunkrautung eingegeben werden. Damit sind sie ein sinnvolles Hilfsmittel für die Integrierte Unkrautbekämpfung. Bevor sie in der Praxis empfohlen werden können, müssen ihre Empfehlungen geprüft werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden auf Winterweizenschlägen zwei Herbizidfeldversuche angelegt, in denen vier verschiedene Prototypen von Entscheidungshilfesystemen als Prüfglieder getestet wurden. Drei weitere Prüfglieder waren Expertenempfehlungen von privaten Beratern, amtlichem Warndienst und Landwirten sowie eine unbehandelte Kontrollvariante. Herbizidwirkungen im Herbst, Unkrauttrockenmasse nach Abschluss der Bekämpfungsmaßnahmen im Frühjahr, Herbizidkosten und Weizenerträge wurden zur Bewertung der Empfehlungen der Entscheidungshilfesysteme erfasst. In dem ersten Feldversuch mit geringer Unkrautdichte vor der Bekämpfung lag die Wirkung bei mindestens 85 %. Wirkungsgrade waren in zwei Prototypen geringer als in den Expertenvarianten. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Restverunkrautung in den verschiedenen Entscheidungsvarianten gefunden. Die Herbizidkosten waren auf diesem Standort in den Expertenvarianten höher als in den Varianten der Entscheidungshilfesysteme. Für die Weizenerträge konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten, selbst im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle, gefunden werden. Auf dem zweiten Feldversuch mit höherer Unkrautdichte lagen die Wirkungsgrade in allen Entscheidungsvarianten niedriger. Für Poa annua und Matricaria recutita wurden signifikante Unterschiede in der Wirkung zwischen den Entscheidungsvarianten gefunden. Diese Unterschiede wirkten sich nicht in signifikant unterschiedlichen Restverunkrautungen und Erträgen zwischen den behandelten Varianten aus. Drei der Prototypen hatten sehr niedrige Herbizidkosten bei der Herbstapplikation, aber sehr hohe bei der folgenden Frühjahrsbekämpfung. So waren die Herbizidkosten insgesamt höher als bei den Expertenvarianten. Aus den Versuchen kann das Fazit gezogen werden, dass mehrere Prototypen von Entscheidungshilfesystemen sinnvolle Bekämpfungsempfehlungen geben. Auf unkrautarmen Schlägen wurde ein deutliches Einsparpotential an Herbizidkosten offensichtlich.

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Key contribution

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Available abstract

Entscheidungshilfesysteme für die Herbizidauswahl können wirksame, ökonomisch optimierte Herbizidmischungen mit reduzierten Aufwandmengen errechnen, wenn Daten zur schlagspezifischen Verunkrautung eingegeben werden. Damit sind sie ein sinnvolles Hilfsmittel für die Integrierte Unkrautbekämpfung. Bevor sie in der Praxis empfohlen werden können, müssen ihre Empfehlungen geprüft werden. In Mecklenburg-Vorpommern wurden auf Winterweizenschlägen zwei Herbizidfeldversuche angelegt, in denen vier verschiedene Prototypen von Entscheidungshilfesystemen als Prüfglieder getestet wurden. Drei weitere Prüfglieder waren Expertenempfehlungen von privaten Beratern, amtlichem Warndienst und Landwirten sowie eine unbehandelte Kontrollvariante. Herbizidwirkungen im Herbst, Unkrauttrockenmasse nach Abschluss der Bekämpfungsmaßnahmen im Frühjahr, Herbizidkosten und Weizenerträge wurden zur Bewertung der Empfehlungen der Entscheidungshilfesysteme erfasst. In dem ersten Feldversuch mit geringer Unkrautdichte vor der Bekämpfung lag die Wirkung bei mindestens 85 %. Wirkungsgrade waren in zwei Prototypen geringer als in den Expertenvarianten. Es wurden keine signifikanten Unterschiede bezüglich der Restverunkrautung in den verschiedenen Entscheidungsvarianten gefunden. Die Herbizidkosten waren auf diesem Standort in den Expertenvarianten höher als in den Varianten der Entscheidungshilfesysteme. Für die Weizenerträge konnten keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten, selbst im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle, gefunden werden. Auf dem zweiten Feldversuch mit höherer Unkrautdichte lagen die Wirkungsgrade in allen Entscheidungsvarianten niedriger. Für Poa annua und Matricaria recutita wurden signifikante Unterschiede in der Wirkung zwischen den Entscheidungsvarianten gefunden. Diese Unterschiede wirkten sich nicht in signifikant unterschiedlichen Restverunkrautungen und Erträgen zwischen den behandelten Varianten aus. Drei der Prototypen hatten sehr niedrige Herbizidkosten bei der Herbstapplikation, aber sehr hohe bei der folgenden Frühjahrsbekämpfung. So waren die Herbizidkosten insgesamt höher als bei den Expertenvarianten. Aus den Versuchen kann das Fazit gezogen werden, dass mehrere Prototypen von Entscheidungshilfesystemen sinnvolle Bekämpfungsempfehlungen geben. Auf unkrautarmen Schlägen wurde ein deutliches Einsparpotential an Herbizidkosten offensichtlich.

Key concepts: Field trial, Field (mathematics), Winter wheat, Environmental science, Agronomy, Biology, Mathematics, Pure mathematics

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