Die Größenordnung der Strahlenbelastung des Untersuchers in der Röntgendiagnostik und gegenwärtige Kriterien zu ihrer Bewertung
Klaus Ewen, Gerd Schmitt, E Heissen
Abstract
Klaus Ewen, Gerd Schmitt, E Heissen
Abstract
Wegen der Schwierigkeiten, die sich bei der Messung abgeschirmter Sekundärstrahlung durch laufende Änderungen der Abschirmungsgeometrien und -maße in der Röntgendiagnostik ergeben, finden sich nur bei wenigen Autoren Angaben über die Strahlenbelastung des Untersuchers. Insbesondere ist für die Messung der Knochenmarksintregraldosen des Untersuchers, die für die Abschätzung des Leukoserisikos bedeutsam wäre, z. Z. kein praktikables Verfahren anzugeben. Dieses Risiko ist allerdings durch die gegenwärtigen Strahlenschutzempfehlungen und -vorschriften weitgehend reduziert worden. Bei der Abwägung des genetischen und somatischen Strahlenrisikos eines vorwiegend röntgendiagnostisch tätigen Arztes kann — unter der Voraussetzung eines optimalen Strahlenschutzes — ein Wert zwischen 1 und 2 rem pro Jahr als realistisch angesehen werden. Unter Zugrundelegung dieses Wertes dürften Gesamtdosen von 10 bis 20 rem, bei denen schädigende Wirkungen auf die Keimzellen zu erwarten sind, auch von Radiologen innerhalb einer Generationsperiode kaum erreicht werden.
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Wegen der Schwierigkeiten, die sich bei der Messung abgeschirmter Sekundärstrahlung durch laufende Änderungen der Abschirmungsgeometrien und -maße in der Röntgendiagnostik ergeben, finden sich nur bei wenigen Autoren Angaben über die Strahlenbelastung des Untersuchers. Insbesondere ist für die Messung der Knochenmarksintregraldosen des Untersuchers, die für die Abschätzung des Leukoserisikos bedeutsam wäre, z. Z. kein praktikables Verfahren anzugeben. Dieses Risiko ist allerdings durch die gegenwärtigen Strahlenschutzempfehlungen und -vorschriften weitgehend reduziert worden. Bei der Abwägung des genetischen und somatischen Strahlenrisikos eines vorwiegend röntgendiagnostisch tätigen Arztes kann — unter der Voraussetzung eines optimalen Strahlenschutzes — ein Wert zwischen 1 und 2 rem pro Jahr als realistisch angesehen werden. Unter Zugrundelegung dieses Wertes dürften Gesamtdosen von 10 bis 20 rem, bei denen schädigende Wirkungen auf die Keimzellen zu erwarten sind, auch von Radiologen innerhalb einer Generationsperiode kaum erreicht werden.
Key concepts: Medicine