2018•University of ViennaOpen access

Genetic structure of the local endemic Dianthus plumarius subsp. blandus in the Gesäuse National Park and its regional context

Gisbert Alexander Wolfgang Bauer

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Abstract

Das Thema Artenschutz ist heute wichtiger als jemals zuvor und nur durch sorgfältiges Studium der Lebensräume, Biologie und Genetik der Organismen können Prognosen für das Fortbestehen von Tier‒ und Pflanzenarten getroffen und entsprechende Strategien entwickelt werden. Besonders seltene Arten mit weit verstreuten Populationen leiden oft unter den Effekten von genetischer Drift und Isolation, was zur Folge hat, dass die genetische Diversität innerhalb der einzelnen Populationen abnimmt und die genetischen Unterschiede zwischen den Populationen zunehmen. Aufgrund seiner engen ökologischen Nische hat der österreichische Endemit Dianthus plumarius subsp. blandus eben solch ein Verbreitungsmuster. Das Vorkommen der Pflanze beschränkt sich vor allem auf Ruhschuttflächen und offene Standorte mit geringem Konkurrenzdruck. Das Hauptziel dieser Studie war die genetische Strukturierung und Diversität der Populationen im Gesäuse aufzuklären und darauf aufbauend eine Einschätzung für die Gefährdung der Pflanze abzuleiten. Weiters wurden nahverwandte Taxa der Dianthus Sect. Plumaria aus dem östlichen Österreich und Norditalien in die Untersuchungen inkludiert, um einen Einblick in die Verwandtschaftsverhältnisse dieser schwach differenzierten Gruppe zu erhalten. Mit der gewählten Methode der AFLPs konnte nur eine geringe Auflösung der Daten erzielt werden. Die Beziehungen der verschiedenen Taxa zueinander konnten nur eingeschränkt rekonstruiert werden. Auch innerhalb des Gesäuses zeigte sich keine klare genetische Struktur der verschiedenen Populationen. Generell scheinen die Populationen in diesem Gebiet nicht hochgradig voneinander isoliert zu sein. Weder konnte eine hohe Differenzierung zwischen den Populationen festgestellt werden noch scheinen die Populationen einen Verlust an genetischer Diversität erlitten zu haben. Nur eine einzige Population im Gesäuse wies einen hohen Grad an Differenzierung auf. Es ist möglich, dass die Polyploidie der untersuchten Dianthus Taxa zu erhöhter Homoplasie und damit geringerer Auflösung der AFLP Daten geführt haben.

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What this paper is about

Das Thema Artenschutz ist heute wichtiger als jemals zuvor und nur durch sorgfältiges Studium der Lebensräume, Biologie und Genetik der Organismen können Prognosen für das Fortbestehen von Tier‒ und Pflanzenarten getroffen und entsprechende Strategien entwickelt werden. Besonders seltene Arten mit weit verstreuten Populationen leiden oft unter den Effekten von genetischer Drift und Isolation, was zur Folge hat, dass die genetische Diversität innerhalb der einzelnen Populationen abnimmt und die genetischen Unterschiede zwischen den Populationen zunehmen. Aufgrund seiner engen ökologischen Nische hat der österreichische Endemit Dianthus plumarius subsp. blandus eben solch ein Verbreitungsmuster. Das Vorkommen der Pflanze beschränkt sich vor allem auf Ruhschuttflächen und offene Standorte mit geringem Konkurrenzdruck. Das Hauptziel dieser Studie war die genetische Strukturierung und Diversität der Populationen im Gesäuse aufzuklären und darauf aufbauend eine Einschätzung für die Gefährdung der Pflanze abzuleiten. Weiters wurden nahverwandte Taxa der Dianthus Sect. Plumaria aus dem östlichen Österreich und Norditalien in die Untersuchungen inkludiert, um einen Einblick in die Verwandtschaftsverhältnisse dieser schwach differenzierten Gruppe zu erhalten. Mit der gewählten Methode der AFLPs konnte nur eine geringe Auflösung der Daten erzielt werden. Die Beziehungen der verschiedenen Taxa zueinander konnten nur eingeschränkt rekonstruiert werden. Auch innerhalb des Gesäuses zeigte sich keine klare genetische Struktur der verschiedenen Populationen. Generell scheinen die Populationen in diesem Gebiet nicht hochgradig voneinander isoliert zu sein. Weder konnte eine hohe Differenzierung zwischen den Populationen festgestellt werden noch scheinen die Populationen einen Verlust an genetischer Diversität erlitten zu haben. Nur eine einzige Population im Gesäuse wies einen hohen Grad an Differenzierung auf. Es ist möglich, dass die Polyploidie der untersuchten Dianthus Taxa zu erhöhter Homoplasie und damit geringerer Auflösung der AFLP Daten geführt haben.

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Key contribution

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Das Thema Artenschutz ist heute wichtiger als jemals zuvor und nur durch sorgfältiges Studium der Lebensräume, Biologie und Genetik der Organismen können Prognosen für das Fortbestehen von Tier‒ und Pflanzenarten getroffen und entsprechende Strategien entwickelt werden. Besonders seltene Arten mit weit verstreuten Populationen leiden oft unter den Effekten von genetischer Drift und Isolation, was zur Folge hat, dass die genetische Diversität innerhalb der einzelnen Populationen abnimmt und die genetischen Unterschiede zwischen den Populationen zunehmen. Aufgrund seiner engen ökologischen Nische hat der österreichische Endemit Dianthus plumarius subsp. blandus eben solch ein Verbreitungsmuster. Das Vorkommen der Pflanze beschränkt sich vor allem auf Ruhschuttflächen und offene Standorte mit geringem Konkurrenzdruck. Das Hauptziel dieser Studie war die genetische Strukturierung und Diversität der Populationen im Gesäuse aufzuklären und darauf aufbauend eine Einschätzung für die Gefährdung der Pflanze abzuleiten. Weiters wurden nahverwandte Taxa der Dianthus Sect. Plumaria aus dem östlichen Österreich und Norditalien in die Untersuchungen inkludiert, um einen Einblick in die Verwandtschaftsverhältnisse dieser schwach differenzierten Gruppe zu erhalten. Mit der gewählten Methode der AFLPs konnte nur eine geringe Auflösung der Daten erzielt werden. Die Beziehungen der verschiedenen Taxa zueinander konnten nur eingeschränkt rekonstruiert werden. Auch innerhalb des Gesäuses zeigte sich keine klare genetische Struktur der verschiedenen Populationen. Generell scheinen die Populationen in diesem Gebiet nicht hochgradig voneinander isoliert zu sein. Weder konnte eine hohe Differenzierung zwischen den Populationen festgestellt werden noch scheinen die Populationen einen Verlust an genetischer Diversität erlitten zu haben. Nur eine einzige Population im Gesäuse wies einen hohen Grad an Differenzierung auf. Es ist möglich, dass die Polyploidie der untersuchten Dianthus Taxa zu erhöhter Homoplasie und damit geringerer Auflösung der AFLP Daten geführt haben.

Key concepts: Biology, Gynecology, Medicine

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