Diplopie als Initialsymptom bei intrakraniellen Tumoren
H Hielscher, John Prempeh, H. Lehmann
Abstract
H Hielscher, John Prempeh, H. Lehmann
Abstract
Unter 716 Patienten mit intrakraniellen blastomatösen Prozessen fanden sich 74 mit einer Diplopie, die auf eine Affektion des N. oculomotorius, N. trochlearis und (oder) N. abducens zurückzuführen war. Davon wurde in 20 Fällen eine Diplopie als Erstsymptom der Erkrankung verzeichnet. Die Patienten, die eine isolierte initiale Diplopie aufwiesen, waren durchschnittlich 10 Jahre jünger als die Patienten, bei denen eine Diplopie erst im weiteren Verlauf des Tumorleidens auftrat. Vorschädigungen durch andere Krankheiten waren bei den Patienten mit initialer Diplopie nicht nachweisbar. Auch Stauungspapillen traten bei ihnen nicht signifikant häufiger als bei Patienten mit Doppelbildern als Zweitsymptom auf. In seltenen Fällen kann die Latenz zwischen Auftreten einer Diplopie und weiteren Symptomen mehrere Monate bis zu 2 Jahren betragen. Aus diesem Grunde ist eine engmaschige neurologische und ophthalmologische Verlaufskontrolle, besonders bei jüngeren Patienten mit einer isolierten, persistierenden Diplopie, erforderlich.
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Unter 716 Patienten mit intrakraniellen blastomatösen Prozessen fanden sich 74 mit einer Diplopie, die auf eine Affektion des N. oculomotorius, N. trochlearis und (oder) N. abducens zurückzuführen war. Davon wurde in 20 Fällen eine Diplopie als Erstsymptom der Erkrankung verzeichnet. Die Patienten, die eine isolierte initiale Diplopie aufwiesen, waren durchschnittlich 10 Jahre jünger als die Patienten, bei denen eine Diplopie erst im weiteren Verlauf des Tumorleidens auftrat. Vorschädigungen durch andere Krankheiten waren bei den Patienten mit initialer Diplopie nicht nachweisbar. Auch Stauungspapillen traten bei ihnen nicht signifikant häufiger als bei Patienten mit Doppelbildern als Zweitsymptom auf. In seltenen Fällen kann die Latenz zwischen Auftreten einer Diplopie und weiteren Symptomen mehrere Monate bis zu 2 Jahren betragen. Aus diesem Grunde ist eine engmaschige neurologische und ophthalmologische Verlaufskontrolle, besonders bei jüngeren Patienten mit einer isolierten, persistierenden Diplopie, erforderlich.
Key concepts: Diplopia, Medicine, Abducens nerve, Surgery, Eye disease, Central nervous system disease, Pathology, Palsy