1986Geburtshilfe und FrauenheilkundeRequires access

Licht- und elektronenmikroskopische Veränderungen des Endometriums unter Einnahme eines norgestimathaltigen oralen Kontrazeptivums (Cilest®)

T. Rabe, G. Leppien, Ludwig Kiesel, B. Runnebaum, Daniel Heinrich, Elisabeth Johannisson, H. Ludwig

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Abstract

Der histologische Aufbau des Endometriums (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie und Transmissionselektronenmikroskopie) wurde in einem hormonfreien Zyklus mit den Schleimhautproben verglichen, die unter Einnahme eines norgestimathaltigen Ovulationshemmers (Kombinationspille) (Cilest®) nach 1monatiger (N = 3), nach 2monatiger (N = 3), nach 3monatiger (N = 7), nach 5monatiger (N = 1) und nach 6monatiger (N = 4) Einnahme gewonnen wurden. Die lichtmikroskopischen Untersuchungen der Endometriumproben aus den hormonfreien Vorzyklen zeigen einen zyklusgerechten unauffälligen Schleimhautaufbau. Unter der Cilest®-Therapie tritt in den ersten Einnahmezyklen eine geringgradige Retardierung der Drüsenentwicklung auf. Endometriumbiopsien aus späteren Behandlungszyklen (3.-6. Behandlungszyklus) zeigen zum Teil eine zunehmende retardierte Entwicklung der Drüsen in Form einer abortiven Sekretion. Morphometrische Untersuchungen zeigen eine Retardierung der Drüsenentwicklung und einen Sekretionsstopp. In der Rasterelektronenmikroskopie zeigt das Endometrium vorwiegend ein reguläres Bild entsprechend der Zyklusmitte bzw. der späten Proliferationsphase bis frühen Sekretionsphase. Die Proliferationsstärke schwankt nur gering; eine allgemeine Phasenverschiebung fällt auf. Infiltrative dysplastische bzw. entzündliche Veränderungen sowie herdförmige Proliferationen fehlen. Stroma, Drüsenaufbau und Endometriumoberfläche sind auch bei der Semi- und Ultradünnschnittanalyse als normal zu beurteilen. In der Transmissionselektronenmikroskopie sieht das Bild zyklusgerecht aus. Unter der Einnahme der norgestimathaltigen Kombinationspille kommt es innerhalb der ersten 6 Einnahmezyklen zu geringgradigen Veränderungen des Endometriums im Sinne einer Retardierung der Drüsenentwicklung. Diese Erscheinungen lassen sich auch elektronenmikroskopisch nachweisen. Proliferative, infiltrative und entzündliche Entartungen des Endometriums werden in keinem Fall gefunden. Die Befunde sprechen dafür, daß unter Einnahme von Cilest® eine ausreichende sekretorische Umwandlung des Endometriums eintritt, die allerdings aufgrund der Phasenverschiebung der des natürlichen Progesterons nicht vollständig entspricht.

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Der histologische Aufbau des Endometriums (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie und Transmissionselektronenmikroskopie) wurde in einem hormonfreien Zyklus mit den Schleimhautproben verglichen, die unter Einnahme eines norgestimathaltigen Ovulationshemmers (Kombinationspille) (Cilest®) nach 1monatiger (N = 3), nach 2monatiger (N = 3), nach 3monatiger (N = 7), nach 5monatiger (N = 1) und nach 6monatiger (N = 4) Einnahme gewonnen wurden. Die lichtmikroskopischen Untersuchungen der Endometriumproben aus den hormonfreien Vorzyklen zeigen einen zyklusgerechten unauffälligen Schleimhautaufbau. Unter der Cilest®-Therapie tritt in den ersten Einnahmezyklen eine geringgradige Retardierung der Drüsenentwicklung auf. Endometriumbiopsien aus späteren Behandlungszyklen (3.-6. Behandlungszyklus) zeigen zum Teil eine zunehmende retardierte Entwicklung der Drüsen in Form einer abortiven Sekretion. Morphometrische Untersuchungen zeigen eine Retardierung der Drüsenentwicklung und einen Sekretionsstopp. In der Rasterelektronenmikroskopie zeigt das Endometrium vorwiegend ein reguläres Bild entsprechend der Zyklusmitte bzw. der späten Proliferationsphase bis frühen Sekretionsphase. Die Proliferationsstärke schwankt nur gering; eine allgemeine Phasenverschiebung fällt auf. Infiltrative dysplastische bzw. entzündliche Veränderungen sowie herdförmige Proliferationen fehlen. Stroma, Drüsenaufbau und Endometriumoberfläche sind auch bei der Semi- und Ultradünnschnittanalyse als normal zu beurteilen. In der Transmissionselektronenmikroskopie sieht das Bild zyklusgerecht aus. Unter der Einnahme der norgestimathaltigen Kombinationspille kommt es innerhalb der ersten 6 Einnahmezyklen zu geringgradigen Veränderungen des Endometriums im Sinne einer Retardierung der Drüsenentwicklung. Diese Erscheinungen lassen sich auch elektronenmikroskopisch nachweisen. Proliferative, infiltrative und entzündliche Entartungen des Endometriums werden in keinem Fall gefunden. Die Befunde sprechen dafür, daß unter Einnahme von Cilest® eine ausreichende sekretorische Umwandlung des Endometriums eintritt, die allerdings aufgrund der Phasenverschiebung der des natürlichen Progesterons nicht vollständig entspricht.

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Available abstract

Der histologische Aufbau des Endometriums (Lichtmikroskopie, Rasterelektronenmikroskopie und Transmissionselektronenmikroskopie) wurde in einem hormonfreien Zyklus mit den Schleimhautproben verglichen, die unter Einnahme eines norgestimathaltigen Ovulationshemmers (Kombinationspille) (Cilest®) nach 1monatiger (N = 3), nach 2monatiger (N = 3), nach 3monatiger (N = 7), nach 5monatiger (N = 1) und nach 6monatiger (N = 4) Einnahme gewonnen wurden. Die lichtmikroskopischen Untersuchungen der Endometriumproben aus den hormonfreien Vorzyklen zeigen einen zyklusgerechten unauffälligen Schleimhautaufbau. Unter der Cilest®-Therapie tritt in den ersten Einnahmezyklen eine geringgradige Retardierung der Drüsenentwicklung auf. Endometriumbiopsien aus späteren Behandlungszyklen (3.-6. Behandlungszyklus) zeigen zum Teil eine zunehmende retardierte Entwicklung der Drüsen in Form einer abortiven Sekretion. Morphometrische Untersuchungen zeigen eine Retardierung der Drüsenentwicklung und einen Sekretionsstopp. In der Rasterelektronenmikroskopie zeigt das Endometrium vorwiegend ein reguläres Bild entsprechend der Zyklusmitte bzw. der späten Proliferationsphase bis frühen Sekretionsphase. Die Proliferationsstärke schwankt nur gering; eine allgemeine Phasenverschiebung fällt auf. Infiltrative dysplastische bzw. entzündliche Veränderungen sowie herdförmige Proliferationen fehlen. Stroma, Drüsenaufbau und Endometriumoberfläche sind auch bei der Semi- und Ultradünnschnittanalyse als normal zu beurteilen. In der Transmissionselektronenmikroskopie sieht das Bild zyklusgerecht aus. Unter der Einnahme der norgestimathaltigen Kombinationspille kommt es innerhalb der ersten 6 Einnahmezyklen zu geringgradigen Veränderungen des Endometriums im Sinne einer Retardierung der Drüsenentwicklung. Diese Erscheinungen lassen sich auch elektronenmikroskopisch nachweisen. Proliferative, infiltrative und entzündliche Entartungen des Endometriums werden in keinem Fall gefunden. Die Befunde sprechen dafür, daß unter Einnahme von Cilest® eine ausreichende sekretorische Umwandlung des Endometriums eintritt, die allerdings aufgrund der Phasenverschiebung der des natürlichen Progesterons nicht vollständig entspricht.

Key concepts: Medicine, Gynecology

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