2008•University of ViennaOpen access

Molecular community response of forest soil bacteria to fertilization and tree girdling

Daniela Knapp

Open full text 0 citations

Abstract

Bisherige Studien haben gezeigt, dass mikrobielle Gemeinschaften im Boden durch viele verschiedene Umweltfaktoren beeinflusst werden und dass die Verfügbarkeit verschiedener Ressourcen die Struktur von mikrobiellen Gemeinschaften mitbestimmt. In einem Feldexperiment in einem Buchenwald in Niederösterreich wurde die Rhizodeposition durch "Baumgirdling" manipuliert, der Boden wurde mit künstlichem Stickstoffdünger behandelt oder blieb als Kontrolle unbehandelt. Die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden wurde durch 16S rRNA basierende T-RFLP Analyse untersucht. Weiters wurde mithilfe von quantitativer real-time PCR die Auswirkung der verschiedenen Behandlungen auf die Abundanz der prokaryotischen Gemeinschaften im Waldboden analysiert. Es wurden sowohl die gesamte Population der Bakterien und Archaeen, als auch spezifische bakterielle Taxa (z.B. Acidobakterien, Verrucomikrobien, Proteobakterien und gram-positive Bakterien mit hohem GC Gehalt) untersucht. Weiters wurden funktionelle Gene die im Stickstoffkreislauf eine wichtige Rolle spielen (amoA von Bakterien und Archaeen, sowie nirS und nosZ von Bakterien) mithilfe von qPCR quantifiziert. Die Profile der mikrobiellen Gemeinschaften zeigten klare Unterschiede in der mikrobiellen Diversität aufgrund des Saisonverlaufs und der Bodenbehandlungen. Grundsätzlich war der Einfluss der Stickstoffdüngung im Vergleich zu den Auswirkungen des Saisonverlaufs und des „Baumgirdlings“ eher gering. Veränderungen in der Abundanz der Bodenmikroorganismen und der funktionellen Stickstoffkreislauf-Gene waren im Vergleich zu den Gemeinschaftsunterschieden ebenfalls eher gering bzw. nur vorübergehend von Bedeutung. Im Allgemeinen wurde ein Peak mit erhöhter Abundanz im Winter festgestellt, und Archaeen reagierten stärker auf veränderte Umweltbedingungen und Ressourcenverfügbarkeiten als Bakterien. Insgesamt hatten variierende Umweltbedingungen zu verschiedenen Jahreszeiten sowie unterschiedliche Ressourcenverfügbarkeiten einen starken Einfluss auf die Diversität von mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden, während die Abundanz der mikrobiellen Gemeinschaften im Boden nur wenig beeinflusst wurde.

About this research paper

What this paper is about

Bisherige Studien haben gezeigt, dass mikrobielle Gemeinschaften im Boden durch viele verschiedene Umweltfaktoren beeinflusst werden und dass die Verfügbarkeit verschiedener Ressourcen die Struktur von mikrobiellen Gemeinschaften mitbestimmt. In einem Feldexperiment in einem Buchenwald in Niederösterreich wurde die Rhizodeposition durch "Baumgirdling" manipuliert, der Boden wurde mit künstlichem Stickstoffdünger behandelt oder blieb als Kontrolle unbehandelt. Die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden wurde durch 16S rRNA basierende T-RFLP Analyse untersucht. Weiters wurde mithilfe von quantitativer real-time PCR die Auswirkung der verschiedenen Behandlungen auf die Abundanz der prokaryotischen Gemeinschaften im Waldboden analysiert. Es wurden sowohl die gesamte Population der Bakterien und Archaeen, als auch spezifische bakterielle Taxa (z.B. Acidobakterien, Verrucomikrobien, Proteobakterien und gram-positive Bakterien mit hohem GC Gehalt) untersucht. Weiters wurden funktionelle Gene die im Stickstoffkreislauf eine wichtige Rolle spielen (amoA von Bakterien und Archaeen, sowie nirS und nosZ von Bakterien) mithilfe von qPCR quantifiziert. Die Profile der mikrobiellen Gemeinschaften zeigten klare Unterschiede in der mikrobiellen Diversität aufgrund des Saisonverlaufs und der Bodenbehandlungen. Grundsätzlich war der Einfluss der Stickstoffdüngung im Vergleich zu den Auswirkungen des Saisonverlaufs und des „Baumgirdlings“ eher gering. Veränderungen in der Abundanz der Bodenmikroorganismen und der funktionellen Stickstoffkreislauf-Gene waren im Vergleich zu den Gemeinschaftsunterschieden ebenfalls eher gering bzw. nur vorübergehend von Bedeutung. Im Allgemeinen wurde ein Peak mit erhöhter Abundanz im Winter festgestellt, und Archaeen reagierten stärker auf veränderte Umweltbedingungen und Ressourcenverfügbarkeiten als Bakterien. Insgesamt hatten variierende Umweltbedingungen zu verschiedenen Jahreszeiten sowie unterschiedliche Ressourcenverfügbarkeiten einen starken Einfluss auf die Diversität von mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden, während die Abundanz der mikrobiellen Gemeinschaften im Boden nur wenig beeinflusst wurde.

Why it matters

A significance statement is not available in the OpenAlex record.

Key contribution

A contribution statement is not available in the OpenAlex record.

Method / approach

Method details are not available in the OpenAlex metadata.

Main findings

Findings are not separately available in the OpenAlex metadata.

Limitations

Limitations are not available in the OpenAlex metadata.

Applications

Application details are not available in the OpenAlex metadata.

Available abstract

Bisherige Studien haben gezeigt, dass mikrobielle Gemeinschaften im Boden durch viele verschiedene Umweltfaktoren beeinflusst werden und dass die Verfügbarkeit verschiedener Ressourcen die Struktur von mikrobiellen Gemeinschaften mitbestimmt. In einem Feldexperiment in einem Buchenwald in Niederösterreich wurde die Rhizodeposition durch "Baumgirdling" manipuliert, der Boden wurde mit künstlichem Stickstoffdünger behandelt oder blieb als Kontrolle unbehandelt. Die Zusammensetzung der mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden wurde durch 16S rRNA basierende T-RFLP Analyse untersucht. Weiters wurde mithilfe von quantitativer real-time PCR die Auswirkung der verschiedenen Behandlungen auf die Abundanz der prokaryotischen Gemeinschaften im Waldboden analysiert. Es wurden sowohl die gesamte Population der Bakterien und Archaeen, als auch spezifische bakterielle Taxa (z.B. Acidobakterien, Verrucomikrobien, Proteobakterien und gram-positive Bakterien mit hohem GC Gehalt) untersucht. Weiters wurden funktionelle Gene die im Stickstoffkreislauf eine wichtige Rolle spielen (amoA von Bakterien und Archaeen, sowie nirS und nosZ von Bakterien) mithilfe von qPCR quantifiziert. Die Profile der mikrobiellen Gemeinschaften zeigten klare Unterschiede in der mikrobiellen Diversität aufgrund des Saisonverlaufs und der Bodenbehandlungen. Grundsätzlich war der Einfluss der Stickstoffdüngung im Vergleich zu den Auswirkungen des Saisonverlaufs und des „Baumgirdlings“ eher gering. Veränderungen in der Abundanz der Bodenmikroorganismen und der funktionellen Stickstoffkreislauf-Gene waren im Vergleich zu den Gemeinschaftsunterschieden ebenfalls eher gering bzw. nur vorübergehend von Bedeutung. Im Allgemeinen wurde ein Peak mit erhöhter Abundanz im Winter festgestellt, und Archaeen reagierten stärker auf veränderte Umweltbedingungen und Ressourcenverfügbarkeiten als Bakterien. Insgesamt hatten variierende Umweltbedingungen zu verschiedenen Jahreszeiten sowie unterschiedliche Ressourcenverfügbarkeiten einen starken Einfluss auf die Diversität von mikrobiellen Gemeinschaften im Waldboden, während die Abundanz der mikrobiellen Gemeinschaften im Boden nur wenig beeinflusst wurde.

Key concepts: Gynecology, Chemistry, Medicine

Related papers

Back to paper searchBrowse research topicsOriginal source
Molecular community response of forest soil bacteria to fertilization and tree girdling — Research Paper | ScholarLens