Analyses of adaptation of fungal pathogens to azole fungicides.
Albrecht Serfling, Frank Ordon
Abstract
Albrecht Serfling, Frank Ordon
Abstract
Der Einsatz von Einzelpräparaten auf Basis von Azolen findet im Agrarbereich Anwendung gegen ein breites Spektrum pilzlicher Pathogene. Zu diesen zählt auch Fusarium culmorum. Die Bekämpfung erfolgt gezielt oder bei gleichzeitiger Behandlung anderer Erreger durch Azolwirkstoffe wie Prochloraz, Prothioconazol, Metconazol, Tebuconazol, Flusilazol, Propiconazol und weiteren. Dabei besteht die Gefahr der Ausbildung von Resistenzen. In unseren Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Fusarium culmorum nach kurzer Zeit an hohe Dosen des Fungizides Tebuconazol adaptiert werden kann und danach eine quantitative Kreuzresistenz gegen alle untersuchten Azolfungizide entwickelt. Dies lässt sich an Hand von Assays auf Agarplatten mit unterschiedlichen Azolkonzentrationen signifikant nachweisen und konnte durch mikroskopische Aufnahmen bestätigt werden. In diesen wurde beobachtet, dass es unter Einfluss von Tebuconazol aber auch von Prochloraz zur Veränderung des Hyphenwachs-tums kommt, die sich durch Anschwellen der Hyphenspitzen ausprägt. In Vitalfärbungen mit Fluores-zeindiazetat konnte die geringere Empfindlichkeit qualitativ nachgewiesen werden. Da F. culmorum humanpathogen ist, besteht durch quantitative Kreuzresistenz die Gefahr, dass im medizinischen Bereich Antimykotika auf Azolbasis ebenfalls eingeschränkt wirken.
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Der Einsatz von Einzelpräparaten auf Basis von Azolen findet im Agrarbereich Anwendung gegen ein breites Spektrum pilzlicher Pathogene. Zu diesen zählt auch Fusarium culmorum. Die Bekämpfung erfolgt gezielt oder bei gleichzeitiger Behandlung anderer Erreger durch Azolwirkstoffe wie Prochloraz, Prothioconazol, Metconazol, Tebuconazol, Flusilazol, Propiconazol und weiteren. Dabei besteht die Gefahr der Ausbildung von Resistenzen. In unseren Untersuchungen wurde nachgewiesen, dass Fusarium culmorum nach kurzer Zeit an hohe Dosen des Fungizides Tebuconazol adaptiert werden kann und danach eine quantitative Kreuzresistenz gegen alle untersuchten Azolfungizide entwickelt. Dies lässt sich an Hand von Assays auf Agarplatten mit unterschiedlichen Azolkonzentrationen signifikant nachweisen und konnte durch mikroskopische Aufnahmen bestätigt werden. In diesen wurde beobachtet, dass es unter Einfluss von Tebuconazol aber auch von Prochloraz zur Veränderung des Hyphenwachs-tums kommt, die sich durch Anschwellen der Hyphenspitzen ausprägt. In Vitalfärbungen mit Fluores-zeindiazetat konnte die geringere Empfindlichkeit qualitativ nachgewiesen werden. Da F. culmorum humanpathogen ist, besteht durch quantitative Kreuzresistenz die Gefahr, dass im medizinischen Bereich Antimykotika auf Azolbasis ebenfalls eingeschränkt wirken.
Key concepts: Fungicide, Azole, Biology, Adaptation (eye), Microbiology, Antifungal, Botany, Neuroscience