2010OpenAgrarOpen access

New consumption data for the risk assessment of pesticide residues in food.

Anke Richter

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Abstract

Verbraucher nehmen Pflanzenschutzmittelrückstände mit der Nahrung auf. Daher gilt es bei der Bewertung vonPflanzenschutzmitteln insbesondere, die von den aufgenommenen Rückständen ausgehenden gesundheitlichenRisiken für Verbraucher abzuschätzen. Basis hierfür bilden die aus Verzehrserhebungen zur Verfügung stehendenInformationen über durchschnittliche sowie maximale Verzehrsmengen einzelner Lebensmittel. Auf nationalerEbene werden für die Expositionsschätzungen derzeit Verzehrsdaten verwendet, die an deutschen Kindern im Altervon zwei bis unter fünf Jahren mit einem Körpergewicht von durchschnittlich 16,15 kg erhoben wurden(Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern für die Abschätzungeines akuten Toxizitäts-risikos durch Rückstande von Pflanzenschutzmitteln, VELS-Studie [1]). Auch wenn dieseBevölkerungsgruppe aufgrund ihrer besonderen Empfindlichkeit in der Regel in Risikobewertungen alsstellvertretend für die gesamte Bevölkerung angesehen werden kann, gilt dies nicht in jedem Fall und für jedesLebensmittel. Daher sind für eine realistische Expositionsschätzung der deutschen Bevölkerung Verzehrsdaten füralle Altersgruppen erforderlich. Durch die Nationale Verzehrsstudie II (NVS II [2]) stehen nunmehr aktuelle Datenfür die erwachsene Bevölkerung Deutschlands zur Verfügung. In der NVS II wurden zunächst nur die verzehrtenLebensmittel erfasst. Um die Daten für die Zwecke der Pflanzenschutzmittelbewertung nutzen zu können, ist eineRückrechnung aller Lebensmittel in ihre Bestandteile, d. h. in die Rohprodukte gemäß Anhang I der VO (EG) Nr.396/2005, nötig, da hierauf die gesetzlich festgesetzten Rückstandshöchstgehalte bezogen sind. Das Bundesinstitutfür Risikobewertung (BfR) hat in einem Projekt mit der Universität Paderborn alle erforderlichen VerarbeitungsundUmrechnungsfaktoren ermittelt. Mit deren Hilfe rechnet das BfR die in der NVS II erhobenen Verzehrsmengenum und entwickelt ein neues Expositionsmodell. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse des Projekts vorgestelltund erste Ausblicke auf ein neues Verzehrsmodell für die Pflanzenschutzmittelzulassung gegeben.

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Verbraucher nehmen Pflanzenschutzmittelrückstände mit der Nahrung auf. Daher gilt es bei der Bewertung vonPflanzenschutzmitteln insbesondere, die von den aufgenommenen Rückständen ausgehenden gesundheitlichenRisiken für Verbraucher abzuschätzen. Basis hierfür bilden die aus Verzehrserhebungen zur Verfügung stehendenInformationen über durchschnittliche sowie maximale Verzehrsmengen einzelner Lebensmittel. Auf nationalerEbene werden für die Expositionsschätzungen derzeit Verzehrsdaten verwendet, die an deutschen Kindern im Altervon zwei bis unter fünf Jahren mit einem Körpergewicht von durchschnittlich 16,15 kg erhoben wurden(Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern für die Abschätzungeines akuten Toxizitäts-risikos durch Rückstande von Pflanzenschutzmitteln, VELS-Studie [1]). Auch wenn dieseBevölkerungsgruppe aufgrund ihrer besonderen Empfindlichkeit in der Regel in Risikobewertungen alsstellvertretend für die gesamte Bevölkerung angesehen werden kann, gilt dies nicht in jedem Fall und für jedesLebensmittel. Daher sind für eine realistische Expositionsschätzung der deutschen Bevölkerung Verzehrsdaten füralle Altersgruppen erforderlich. Durch die Nationale Verzehrsstudie II (NVS II [2]) stehen nunmehr aktuelle Datenfür die erwachsene Bevölkerung Deutschlands zur Verfügung. In der NVS II wurden zunächst nur die verzehrtenLebensmittel erfasst. Um die Daten für die Zwecke der Pflanzenschutzmittelbewertung nutzen zu können, ist eineRückrechnung aller Lebensmittel in ihre Bestandteile, d. h. in die Rohprodukte gemäß Anhang I der VO (EG) Nr.396/2005, nötig, da hierauf die gesetzlich festgesetzten Rückstandshöchstgehalte bezogen sind. Das Bundesinstitutfür Risikobewertung (BfR) hat in einem Projekt mit der Universität Paderborn alle erforderlichen VerarbeitungsundUmrechnungsfaktoren ermittelt. Mit deren Hilfe rechnet das BfR die in der NVS II erhobenen Verzehrsmengenum und entwickelt ein neues Expositionsmodell. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse des Projekts vorgestelltund erste Ausblicke auf ein neues Verzehrsmodell für die Pflanzenschutzmittelzulassung gegeben.

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Verbraucher nehmen Pflanzenschutzmittelrückstände mit der Nahrung auf. Daher gilt es bei der Bewertung vonPflanzenschutzmitteln insbesondere, die von den aufgenommenen Rückständen ausgehenden gesundheitlichenRisiken für Verbraucher abzuschätzen. Basis hierfür bilden die aus Verzehrserhebungen zur Verfügung stehendenInformationen über durchschnittliche sowie maximale Verzehrsmengen einzelner Lebensmittel. Auf nationalerEbene werden für die Expositionsschätzungen derzeit Verzehrsdaten verwendet, die an deutschen Kindern im Altervon zwei bis unter fünf Jahren mit einem Körpergewicht von durchschnittlich 16,15 kg erhoben wurden(Verzehrsstudie zur Ermittlung der Lebensmittelaufnahme von Säuglingen und Kleinkindern für die Abschätzungeines akuten Toxizitäts-risikos durch Rückstande von Pflanzenschutzmitteln, VELS-Studie [1]). Auch wenn dieseBevölkerungsgruppe aufgrund ihrer besonderen Empfindlichkeit in der Regel in Risikobewertungen alsstellvertretend für die gesamte Bevölkerung angesehen werden kann, gilt dies nicht in jedem Fall und für jedesLebensmittel. Daher sind für eine realistische Expositionsschätzung der deutschen Bevölkerung Verzehrsdaten füralle Altersgruppen erforderlich. Durch die Nationale Verzehrsstudie II (NVS II [2]) stehen nunmehr aktuelle Datenfür die erwachsene Bevölkerung Deutschlands zur Verfügung. In der NVS II wurden zunächst nur die verzehrtenLebensmittel erfasst. Um die Daten für die Zwecke der Pflanzenschutzmittelbewertung nutzen zu können, ist eineRückrechnung aller Lebensmittel in ihre Bestandteile, d. h. in die Rohprodukte gemäß Anhang I der VO (EG) Nr.396/2005, nötig, da hierauf die gesetzlich festgesetzten Rückstandshöchstgehalte bezogen sind. Das Bundesinstitutfür Risikobewertung (BfR) hat in einem Projekt mit der Universität Paderborn alle erforderlichen VerarbeitungsundUmrechnungsfaktoren ermittelt. Mit deren Hilfe rechnet das BfR die in der NVS II erhobenen Verzehrsmengenum und entwickelt ein neues Expositionsmodell. In diesem Beitrag werden die Ergebnisse des Projekts vorgestelltund erste Ausblicke auf ein neues Verzehrsmodell für die Pflanzenschutzmittelzulassung gegeben.

Key concepts: Pesticide residue, Pesticide, Consumption (sociology), Food consumption, Environmental science, Environmental health, Business, Agricultural science

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New consumption data for the risk assessment of pesticide residues in food. — Research Paper | ScholarLens