Einseitige Faltung und Vorlagerung des Musculus obliquus inferior zur Behandlung von A-Inkomitanzen
W Förster, Antje Lainck, H. Markodimitrakis, H. Gerding, H. Busse
Abstract
W Förster, Antje Lainck, H. Markodimitrakis, H. Gerding, H. Busse
Abstract
Hintergrund Wir berichten über die klinischen Ergebnisse nach einseitiger Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior in Verlaufsrichtung zur Behandlung des A-Phänomens. Patienten Die Untersuchungsergebnisse der einseitigen Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior basieren auf den retrospektiv erhobenen Daten von 81 Patienten. Methode Die Indikation zur einseitigen Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior stellten wir bei A-Phänomenen mit einer - im Verhältnis zur Überfunktion des Obliquus superior - betonten Unterfunktion des Obliquus inferior. Ergebnisse Die einseitige Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior verbessert sowohl die Inkomitanz als auch das Hebungsdefizit in Adduktion. Dabei hängt der Effekt der Operation auf die Inkomitanz von deren präoperativer Größe ab. Mit zunehmender Größe des A-Phänomens ist ein steigender Effekt der Faltung und Vorlagerung festzustellen. Schlußfolgerung Die einseitige Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior ist keine Routinemethode zur Behandlung des A-Phänomens, eignet sich aber zur Verbesserung der Inkomitanz und des Hebungsdefizits in Adduktion.
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Hintergrund Wir berichten über die klinischen Ergebnisse nach einseitiger Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior in Verlaufsrichtung zur Behandlung des A-Phänomens. Patienten Die Untersuchungsergebnisse der einseitigen Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior basieren auf den retrospektiv erhobenen Daten von 81 Patienten. Methode Die Indikation zur einseitigen Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior stellten wir bei A-Phänomenen mit einer - im Verhältnis zur Überfunktion des Obliquus superior - betonten Unterfunktion des Obliquus inferior. Ergebnisse Die einseitige Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior verbessert sowohl die Inkomitanz als auch das Hebungsdefizit in Adduktion. Dabei hängt der Effekt der Operation auf die Inkomitanz von deren präoperativer Größe ab. Mit zunehmender Größe des A-Phänomens ist ein steigender Effekt der Faltung und Vorlagerung festzustellen. Schlußfolgerung Die einseitige Faltung und Vorlagerung des Obliquus inferior ist keine Routinemethode zur Behandlung des A-Phänomens, eignet sich aber zur Verbesserung der Inkomitanz und des Hebungsdefizits in Adduktion.
Key concepts: Strabismus, Oblique case, Medicine, Inferior oblique muscle, Strabismus surgery, Ophthalmology, Anatomy, Surgery