Wirksamkeit und Sicherheit der sublingualen Immuntherapie (SLIT) - eine ausführliche Standortbestimmung
Karl‐Christian Bergmann
Abstract
Open-access reader
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Die sublinguale Immuntherapie wurde entwickelt, um das Risiko schwerer systemischer Nebenwirkungen zu vermeiden, wie sie bei der subkutanen Immuntherapie auftreten können. Auf der Grundlage von mehr als 20 kontrollierten Studien kann festgestellt werden, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der SLIT zur Behandlung der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Milbenallergie mittlerweile gut belegt ist. Die Daten für das allergische Asthma bedürfen noch der Überprüfung. Die sublinguale Immuntherapie stellt keinen Ersatz der subkutanen Immuntherapie dar, sondern ist eine relevante zusätzliche Option für definierte Patientengruppen. Von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit ist die Applikation einer ausreichend hohen Dosis des Allergenextraktes. Für den klinischen Alltag kann die Empfehlung der ARIA-Working-Group zur Anwendung einer mindestens 50- bis 100-fachen kumulativen Dosis im Vergleich zur subkutanen IT verwendet werden. Die Therapie kann prä- oder cosaisonal sowie perennial erfolgen. Die Titration bei Behandlungsbeginn erfolgt heute üblicherweise mit täglich steigender Dosis über wenige Tage, bei ausgesuchten erwachsenen Patienten mit einer Pollenallergie gegebenenfalls auch innerhalb weniger Stunden. Die gut tolerierte Erhaltungsdosis wird im Allgemeinen während der gesamten Behandlungsdauer drei mal pro Woche oder täglich eingenommen. Nach endgültiger Validierung könnte die sublinguale saisonale Kurzzeit-Immuntherapie eine zusätzliche Option für bestimmte Patientengruppen, wie zum Beispiel Jugendliche, darstellen.
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Die sublinguale Immuntherapie wurde entwickelt, um das Risiko schwerer systemischer Nebenwirkungen zu vermeiden, wie sie bei der subkutanen Immuntherapie auftreten können. Auf der Grundlage von mehr als 20 kontrollierten Studien kann festgestellt werden, dass die Wirksamkeit und Sicherheit der SLIT zur Behandlung der allergischen Rhinokonjunktivitis bei Pollen- und Milbenallergie mittlerweile gut belegt ist. Die Daten für das allergische Asthma bedürfen noch der Überprüfung. Die sublinguale Immuntherapie stellt keinen Ersatz der subkutanen Immuntherapie dar, sondern ist eine relevante zusätzliche Option für definierte Patientengruppen. Von entscheidender Bedeutung für die Wirksamkeit ist die Applikation einer ausreichend hohen Dosis des Allergenextraktes. Für den klinischen Alltag kann die Empfehlung der ARIA-Working-Group zur Anwendung einer mindestens 50- bis 100-fachen kumulativen Dosis im Vergleich zur subkutanen IT verwendet werden. Die Therapie kann prä- oder cosaisonal sowie perennial erfolgen. Die Titration bei Behandlungsbeginn erfolgt heute üblicherweise mit täglich steigender Dosis über wenige Tage, bei ausgesuchten erwachsenen Patienten mit einer Pollenallergie gegebenenfalls auch innerhalb weniger Stunden. Die gut tolerierte Erhaltungsdosis wird im Allgemeinen während der gesamten Behandlungsdauer drei mal pro Woche oder täglich eingenommen. Nach endgültiger Validierung könnte die sublinguale saisonale Kurzzeit-Immuntherapie eine zusätzliche Option für bestimmte Patientengruppen, wie zum Beispiel Jugendliche, darstellen.
Key concepts: Slit, Sublingual immunotherapy, Medicine, Immunotherapy, Allergy, Sublingual administration, Dust mites, Asthma