Arthritis und Osteitis an der Hand
Roland Meier, Thomas Pillukat
Abstract
Roland Meier, Thomas Pillukat
Abstract
Die septische Arthritis und Osteomyelitis/Osteitis des Handgelenks und der Hand ist mit einer erheblichen Morbidität vergesellschaftet. Ursache sind meist Verletzungen. Durch die exponierte Lage der Finger sind diese am häufigsten betroffen. Keimisolate beinhalten dabei vornehmlich Staphylococcus aureus und ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A. Jedoch werden auch zunehmend Gram-negative Keime beobachtet. Differenzialdiagnostisch müssen v. a. Tumore und Arthritiden anderer Genese abgegrenzt werden. Grundsätzlich stützt sich die Therapie der Handinfektionen auf folgende Eckpfeiler: das chirurgische Debridement, die adäquate Ruhigstellung und die funktionelle Wiederherstellung. Entscheidend für das Vorgehen ist neben der Virulenz des Erregers, die Immunlage des Patienten sowie die Lokalisation des Prozesses. Darüber hinaus sind aber auch patientenspezifische Gesichtspunkte beim Entscheidungsprozess zu berücksichtigen. Neben der lokalen Infektsanierung stehen Rettungmaßnahmen in Form von Arthrodesen und Resektionen zur Verfügung. Osteomyelitiden/Osteitiden und septische Arthritiden können durch ein chirurgisch gestütztes Vorgehen beherrscht werden. Allerdings ist eine schnelle Diagnostik und konsequentes Vorgehen zur Minimierung von bleibenden Funktionseinschränkungen unabdingbar. In der vorliegenden Arbeit beschreiben wir unsere Vorgehensweise bei Knochen- und Gelenkinfektionen an Hand und Handgelenk.
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Die septische Arthritis und Osteomyelitis/Osteitis des Handgelenks und der Hand ist mit einer erheblichen Morbidität vergesellschaftet. Ursache sind meist Verletzungen. Durch die exponierte Lage der Finger sind diese am häufigsten betroffen. Keimisolate beinhalten dabei vornehmlich Staphylococcus aureus und ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A. Jedoch werden auch zunehmend Gram-negative Keime beobachtet. Differenzialdiagnostisch müssen v. a. Tumore und Arthritiden anderer Genese abgegrenzt werden. Grundsätzlich stützt sich die Therapie der Handinfektionen auf folgende Eckpfeiler: das chirurgische Debridement, die adäquate Ruhigstellung und die funktionelle Wiederherstellung. Entscheidend für das Vorgehen ist neben der Virulenz des Erregers, die Immunlage des Patienten sowie die Lokalisation des Prozesses. Darüber hinaus sind aber auch patientenspezifische Gesichtspunkte beim Entscheidungsprozess zu berücksichtigen. Neben der lokalen Infektsanierung stehen Rettungmaßnahmen in Form von Arthrodesen und Resektionen zur Verfügung. Osteomyelitiden/Osteitiden und septische Arthritiden können durch ein chirurgisch gestütztes Vorgehen beherrscht werden. Allerdings ist eine schnelle Diagnostik und konsequentes Vorgehen zur Minimierung von bleibenden Funktionseinschränkungen unabdingbar. In der vorliegenden Arbeit beschreiben wir unsere Vorgehensweise bei Knochen- und Gelenkinfektionen an Hand und Handgelenk.
Key concepts: Medicine, Osteitis, Arthritis, Dermatology, Surgery, Osteomyelitis, Internal medicine