1960DMW - Deutsche Medizinische WochenschriftRequires access

Untersuchungen über den chemischen Strahlenschutz

H.-J. Melching

Open publisher page 3 citations

Abstract

Von den vielen Untersuchungen, die in den letzten Jahren über die Möglichkeit, die Entwicklung der Strahlenkrankheit zu verhindern oder den Krankheitsverlauf zu mildern, durchgeführt worden sind, haben sich im wesentlichen die Ergebnisse der Arbeiten mit zwei Substanzgruppen als besonders interessant erwiesen: Sulfhydrilgruppen enthaltende Stoffe und einige biogene Amine. In der vorliegenden Arbeit wird vor allem über Untersuchungen der Strahlenschutzwirksamkeit von 5-Hydroxytryptamin, Reserpin, Substanzen des Adenylsäuresystems sowie Pyridoxal-5-phosphat berichtet. Durch die kombinierte Gabe von 5-Hydroxytryptamin (Serotonin) mit ATP oder 5′AMP vor einer Ganzkörperbestrahlung von Mäusen wird die Überlebensrate der Tiere deutlich erhöht. Ein Schutzeffekt kann auch durch die Gabe von 5-Hyrdoxytryptamin, ATP, 5′AMP, Pyridoxal-5-phosphat oder Reserpin erzielt werden. Darüber hinaus zeigt sich in weiteren Untersuchungen, daß dem körpereigenen Serotonin, ATP, 5′AMP und Pyridoxal-5-phosphat offenbar eine grundsätzliche Bedeutung beim Wirkungsmechanismus energiereicher Strahlen im Organismus zukommt. Die Untersuchung der Ausscheidung verschiedener Tryptophanmetaboliten und des Taurins im Urin weißer Mäuse nach Ganzkörperbestrahlung gibt als Modellversuch Hinweise in diese Richtung.

About this research paper

What this paper is about

Von den vielen Untersuchungen, die in den letzten Jahren über die Möglichkeit, die Entwicklung der Strahlenkrankheit zu verhindern oder den Krankheitsverlauf zu mildern, durchgeführt worden sind, haben sich im wesentlichen die Ergebnisse der Arbeiten mit zwei Substanzgruppen als besonders interessant erwiesen: Sulfhydrilgruppen enthaltende Stoffe und einige biogene Amine. In der vorliegenden Arbeit wird vor allem über Untersuchungen der Strahlenschutzwirksamkeit von 5-Hydroxytryptamin, Reserpin, Substanzen des Adenylsäuresystems sowie Pyridoxal-5-phosphat berichtet. Durch die kombinierte Gabe von 5-Hydroxytryptamin (Serotonin) mit ATP oder 5′AMP vor einer Ganzkörperbestrahlung von Mäusen wird die Überlebensrate der Tiere deutlich erhöht. Ein Schutzeffekt kann auch durch die Gabe von 5-Hyrdoxytryptamin, ATP, 5′AMP, Pyridoxal-5-phosphat oder Reserpin erzielt werden. Darüber hinaus zeigt sich in weiteren Untersuchungen, daß dem körpereigenen Serotonin, ATP, 5′AMP und Pyridoxal-5-phosphat offenbar eine grundsätzliche Bedeutung beim Wirkungsmechanismus energiereicher Strahlen im Organismus zukommt. Die Untersuchung der Ausscheidung verschiedener Tryptophanmetaboliten und des Taurins im Urin weißer Mäuse nach Ganzkörperbestrahlung gibt als Modellversuch Hinweise in diese Richtung.

Why it matters

OpenAlex reports 3 citations for this work. Citation counts describe recorded attention and do not establish research quality.

Key contribution

A contribution statement is not available in the OpenAlex record.

Method / approach

Method details are not available in the OpenAlex metadata.

Main findings

Findings are not separately available in the OpenAlex metadata.

Limitations

Limitations are not available in the OpenAlex metadata.

Applications

Application details are not available in the OpenAlex metadata.

Available abstract

Von den vielen Untersuchungen, die in den letzten Jahren über die Möglichkeit, die Entwicklung der Strahlenkrankheit zu verhindern oder den Krankheitsverlauf zu mildern, durchgeführt worden sind, haben sich im wesentlichen die Ergebnisse der Arbeiten mit zwei Substanzgruppen als besonders interessant erwiesen: Sulfhydrilgruppen enthaltende Stoffe und einige biogene Amine. In der vorliegenden Arbeit wird vor allem über Untersuchungen der Strahlenschutzwirksamkeit von 5-Hydroxytryptamin, Reserpin, Substanzen des Adenylsäuresystems sowie Pyridoxal-5-phosphat berichtet. Durch die kombinierte Gabe von 5-Hydroxytryptamin (Serotonin) mit ATP oder 5′AMP vor einer Ganzkörperbestrahlung von Mäusen wird die Überlebensrate der Tiere deutlich erhöht. Ein Schutzeffekt kann auch durch die Gabe von 5-Hyrdoxytryptamin, ATP, 5′AMP, Pyridoxal-5-phosphat oder Reserpin erzielt werden. Darüber hinaus zeigt sich in weiteren Untersuchungen, daß dem körpereigenen Serotonin, ATP, 5′AMP und Pyridoxal-5-phosphat offenbar eine grundsätzliche Bedeutung beim Wirkungsmechanismus energiereicher Strahlen im Organismus zukommt. Die Untersuchung der Ausscheidung verschiedener Tryptophanmetaboliten und des Taurins im Urin weißer Mäuse nach Ganzkörperbestrahlung gibt als Modellversuch Hinweise in diese Richtung.

Key concepts: Chemistry

Related papers

Back to paper searchBrowse research topicsOriginal source
Untersuchungen über den chemischen Strahlenschutz — Research Paper | ScholarLens