Untersuchungen über den chemischen Strahlenschutz
H.-J. Melching
Abstract
H.-J. Melching
Abstract
Von den vielen Untersuchungen, die in den letzten Jahren über die Möglichkeit, die Entwicklung der Strahlenkrankheit zu verhindern oder den Krankheitsverlauf zu mildern, durchgeführt worden sind, haben sich im wesentlichen die Ergebnisse der Arbeiten mit zwei Substanzgruppen als besonders interessant erwiesen: Sulfhydrilgruppen enthaltende Stoffe und einige biogene Amine. In der vorliegenden Arbeit wird vor allem über Untersuchungen der Strahlenschutzwirksamkeit von 5-Hydroxytryptamin, Reserpin, Substanzen des Adenylsäuresystems sowie Pyridoxal-5-phosphat berichtet. Durch die kombinierte Gabe von 5-Hydroxytryptamin (Serotonin) mit ATP oder 5′AMP vor einer Ganzkörperbestrahlung von Mäusen wird die Überlebensrate der Tiere deutlich erhöht. Ein Schutzeffekt kann auch durch die Gabe von 5-Hyrdoxytryptamin, ATP, 5′AMP, Pyridoxal-5-phosphat oder Reserpin erzielt werden. Darüber hinaus zeigt sich in weiteren Untersuchungen, daß dem körpereigenen Serotonin, ATP, 5′AMP und Pyridoxal-5-phosphat offenbar eine grundsätzliche Bedeutung beim Wirkungsmechanismus energiereicher Strahlen im Organismus zukommt. Die Untersuchung der Ausscheidung verschiedener Tryptophanmetaboliten und des Taurins im Urin weißer Mäuse nach Ganzkörperbestrahlung gibt als Modellversuch Hinweise in diese Richtung.
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Von den vielen Untersuchungen, die in den letzten Jahren über die Möglichkeit, die Entwicklung der Strahlenkrankheit zu verhindern oder den Krankheitsverlauf zu mildern, durchgeführt worden sind, haben sich im wesentlichen die Ergebnisse der Arbeiten mit zwei Substanzgruppen als besonders interessant erwiesen: Sulfhydrilgruppen enthaltende Stoffe und einige biogene Amine. In der vorliegenden Arbeit wird vor allem über Untersuchungen der Strahlenschutzwirksamkeit von 5-Hydroxytryptamin, Reserpin, Substanzen des Adenylsäuresystems sowie Pyridoxal-5-phosphat berichtet. Durch die kombinierte Gabe von 5-Hydroxytryptamin (Serotonin) mit ATP oder 5′AMP vor einer Ganzkörperbestrahlung von Mäusen wird die Überlebensrate der Tiere deutlich erhöht. Ein Schutzeffekt kann auch durch die Gabe von 5-Hyrdoxytryptamin, ATP, 5′AMP, Pyridoxal-5-phosphat oder Reserpin erzielt werden. Darüber hinaus zeigt sich in weiteren Untersuchungen, daß dem körpereigenen Serotonin, ATP, 5′AMP und Pyridoxal-5-phosphat offenbar eine grundsätzliche Bedeutung beim Wirkungsmechanismus energiereicher Strahlen im Organismus zukommt. Die Untersuchung der Ausscheidung verschiedener Tryptophanmetaboliten und des Taurins im Urin weißer Mäuse nach Ganzkörperbestrahlung gibt als Modellversuch Hinweise in diese Richtung.
Key concepts: Chemistry