2009Zentralblatt für Chirurgie - Zeitschrift für Allgemeine Viszeral- Thorax- und GefäßchirurgieRequires access

Die thorakoskopische Talkumpleurodese mit Pleurabiopsie – eine retrospektive Analyse bei Patienten mit malignem Pleuraerguss

Beatrix Hoksch, N Seidel, Morris Beshay, Ralph A. Schmid

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Abstract

Hintergrund: Die thorakoskopische Talkumpleurodese bei malignem Pleuraerguss ist ein etabliertes Therapieverfahren. Durch die Talkinstillation wird eine lokale Inflammation induziert. Diese kann eine schwere systemische Reaktion aus­lösen. In der vorliegenden Studie zum unmittelbaren postoperativen Verlauf wurde untersucht, inwieweit eine intraoperative Pleurabiopsie einen zusätzlichen Risikofaktor für die systemische Inflammation sowie für die postoperative Morbidität bzw. Mortalität im Rahmen der Talkumpleurodese darstellt. Patienten und Methoden: In die retrospektive Studie wurden 77 Patienten mit einem malignen Pleuraerguss eingeschlossen, die im Zeitraum vom 1.1.2002 bis zum 31.12.2004 eine thorakoskopische Talkumpleurodese erhielten. Die Patienten wurden retrospektiv in 2 Gruppen aufgeteilt: 50 Patienten bekamen eine intraoperative Pleu­rabiopsie, 27 Patienten ohne Biopsie stellten die Kontrollgruppe dar. Zu den analysierten Laborparametern gehörten das C-reaktive Protein (CrP), die Leukozyten sowie das Kreatinin. Ergebnisse: Sowohl das CrP als auch die Leukozyten zeigten in beiden Gruppen im postoperativen Verlauf einen deutlichen Anstieg, wobei die Maximalwerte am 2. bzw. 3. Tag nach der Talkumpleurodese erreicht wurden. Die erfassten Medianwerte für das Kreatinin lagen generell für beide Gruppen im Normbereich, allerdings mit hohem Range bis zu maximal 317 µmol / l am 2. postoperativen Tag. Zu keinem Zeitpunkt zeigten sich ­signifikante Unterschiede bei den ermittelten Labor­werten für die Gruppen. Auch konnte zwischen beiden Patientengruppen kein signifikanter Unter­schied in Bezug auf Morbidität und Mortalität ermittelt werden. Schlussfolgerungen: Zu keinem der untersuchten Parameter inklusive Morbidität und Mortalität konnte ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen nachgewiesen werden. Nachteile für die Patienten mit einer intraoperativen Biopsie im Rahmen der Talkumpleurodese sind daher eher ausgeschlossen.

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Hintergrund: Die thorakoskopische Talkumpleurodese bei malignem Pleuraerguss ist ein etabliertes Therapieverfahren. Durch die Talkinstillation wird eine lokale Inflammation induziert. Diese kann eine schwere systemische Reaktion aus­lösen. In der vorliegenden Studie zum unmittelbaren postoperativen Verlauf wurde untersucht, inwieweit eine intraoperative Pleurabiopsie einen zusätzlichen Risikofaktor für die systemische Inflammation sowie für die postoperative Morbidität bzw. Mortalität im Rahmen der Talkumpleurodese darstellt. Patienten und Methoden: In die retrospektive Studie wurden 77 Patienten mit einem malignen Pleuraerguss eingeschlossen, die im Zeitraum vom 1.1.2002 bis zum 31.12.2004 eine thorakoskopische Talkumpleurodese erhielten. Die Patienten wurden retrospektiv in 2 Gruppen aufgeteilt: 50 Patienten bekamen eine intraoperative Pleu­rabiopsie, 27 Patienten ohne Biopsie stellten die Kontrollgruppe dar. Zu den analysierten Laborparametern gehörten das C-reaktive Protein (CrP), die Leukozyten sowie das Kreatinin. Ergebnisse: Sowohl das CrP als auch die Leukozyten zeigten in beiden Gruppen im postoperativen Verlauf einen deutlichen Anstieg, wobei die Maximalwerte am 2. bzw. 3. Tag nach der Talkumpleurodese erreicht wurden. Die erfassten Medianwerte für das Kreatinin lagen generell für beide Gruppen im Normbereich, allerdings mit hohem Range bis zu maximal 317 µmol / l am 2. postoperativen Tag. Zu keinem Zeitpunkt zeigten sich ­signifikante Unterschiede bei den ermittelten Labor­werten für die Gruppen. Auch konnte zwischen beiden Patientengruppen kein signifikanter Unter­schied in Bezug auf Morbidität und Mortalität ermittelt werden. Schlussfolgerungen: Zu keinem der untersuchten Parameter inklusive Morbidität und Mortalität konnte ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen nachgewiesen werden. Nachteile für die Patienten mit einer intraoperativen Biopsie im Rahmen der Talkumpleurodese sind daher eher ausgeschlossen.

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Hintergrund: Die thorakoskopische Talkumpleurodese bei malignem Pleuraerguss ist ein etabliertes Therapieverfahren. Durch die Talkinstillation wird eine lokale Inflammation induziert. Diese kann eine schwere systemische Reaktion aus­lösen. In der vorliegenden Studie zum unmittelbaren postoperativen Verlauf wurde untersucht, inwieweit eine intraoperative Pleurabiopsie einen zusätzlichen Risikofaktor für die systemische Inflammation sowie für die postoperative Morbidität bzw. Mortalität im Rahmen der Talkumpleurodese darstellt. Patienten und Methoden: In die retrospektive Studie wurden 77 Patienten mit einem malignen Pleuraerguss eingeschlossen, die im Zeitraum vom 1.1.2002 bis zum 31.12.2004 eine thorakoskopische Talkumpleurodese erhielten. Die Patienten wurden retrospektiv in 2 Gruppen aufgeteilt: 50 Patienten bekamen eine intraoperative Pleu­rabiopsie, 27 Patienten ohne Biopsie stellten die Kontrollgruppe dar. Zu den analysierten Laborparametern gehörten das C-reaktive Protein (CrP), die Leukozyten sowie das Kreatinin. Ergebnisse: Sowohl das CrP als auch die Leukozyten zeigten in beiden Gruppen im postoperativen Verlauf einen deutlichen Anstieg, wobei die Maximalwerte am 2. bzw. 3. Tag nach der Talkumpleurodese erreicht wurden. Die erfassten Medianwerte für das Kreatinin lagen generell für beide Gruppen im Normbereich, allerdings mit hohem Range bis zu maximal 317 µmol / l am 2. postoperativen Tag. Zu keinem Zeitpunkt zeigten sich ­signifikante Unterschiede bei den ermittelten Labor­werten für die Gruppen. Auch konnte zwischen beiden Patientengruppen kein signifikanter Unter­schied in Bezug auf Morbidität und Mortalität ermittelt werden. Schlussfolgerungen: Zu keinem der untersuchten Parameter inklusive Morbidität und Mortalität konnte ein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den beiden Gruppen nachgewiesen werden. Nachteile für die Patienten mit einer intraoperativen Biopsie im Rahmen der Talkumpleurodese sind daher eher ausgeschlossen.

Key concepts: Medicine, Gynecology

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