2005•Zentralblatt für Chirurgie - Zeitschrift für Allgemeine Viszeral- Thorax- und GefäßchirurgieOpen access

Eine vergleichende Untersuchung der Versorgung instabiler per- und intertrochantärer Femurfrakturen mittels DHS-Osteosynthese unter Verwendung der Trochanterabstützplatte und dem Proximalen Femurnagel (PFN)

Hans-Michael Klinger, M. H. Baums, M. Eckert, Rainer Neugebauer

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Abstract

Die per- und subtrochantäre Fraktur ist eine typische Verletzung älterer Menschen. Das Therapieziel ist eine rasche operative Stabilisierung durch ein geeignetes Implantat. Insbesondere die instabilen Frakturformen erfordern eine geeignete Versorgungstechnik, um eine nachfolgende Frühmobilisierung des überwiegend geriatrischen Krankengutes zu ermöglichen. Als Standardverfahren stehen u. a. die dynamische Hüftschraube (DHS) mit Trochanterabstützplatte (TAP) und der proximale Femurnagel (PFN) zur Verfügung. Von Dezember 1997 bis November 2000 wurden 173 Patienten mit per- und intertrochantären Femurfrakturen der AO-Klassifikation 31 A-2 und A-3 mit DHS und Trochanterabstützplatte (n = 51) oder mit PFN (n = 122) osteosynthetisch versorgt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 74 Jahre (27-98 Jahre). Beide Implantatgruppen unterschieden sich hinsichtlich der Alters-, Geschlechter- und Frakturtypenverteilung nicht signifikant. Nach durchschnittlich 17 Monaten konnten 61 % aller Patienten radiologisch und klinisch nach dem „Merle d'Aubigné-Score” nachuntersucht werden. Alle Frakturen heilten knöchern mit vergleichbaren funktionellen Ergebnissen aus. In der PFN-Gruppe waren bei 17,2 % der Patienten Revisionen erforderlich, in der Gruppe mit DHS und Trochanterabstützplatte bei 21,6 % der Patienten. Die Operationsdauer betrug beim PFN durchschnittlich 46 min im Gegensatz zu durchschnittlich 61 min bei der Versorgung mittels DHS/TAP. Eine sofortige Vollbelastung war bei 98 % der PFN-Patienten möglich und bei 81 % der DHS/TAP. Die stationäre Aufenthaltsdauer betrug in der PFN-Gruppe im Mittel 20 Tage, in der DHS/TAP-Gruppe 24 Tage. Die Osteosynthese der instabilen trochantären Frakturen durch DHS/TAP ist mit einer höheren Komplikationsrate belastet. Deshalb empfehlen wir die Versorgung dieser instabilen Frakturtypen mit dem PFN.

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Die per- und subtrochantäre Fraktur ist eine typische Verletzung älterer Menschen. Das Therapieziel ist eine rasche operative Stabilisierung durch ein geeignetes Implantat. Insbesondere die instabilen Frakturformen erfordern eine geeignete Versorgungstechnik, um eine nachfolgende Frühmobilisierung des überwiegend geriatrischen Krankengutes zu ermöglichen. Als Standardverfahren stehen u. a. die dynamische Hüftschraube (DHS) mit Trochanterabstützplatte (TAP) und der proximale Femurnagel (PFN) zur Verfügung. Von Dezember 1997 bis November 2000 wurden 173 Patienten mit per- und intertrochantären Femurfrakturen der AO-Klassifikation 31 A-2 und A-3 mit DHS und Trochanterabstützplatte (n = 51) oder mit PFN (n = 122) osteosynthetisch versorgt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 74 Jahre (27-98 Jahre). Beide Implantatgruppen unterschieden sich hinsichtlich der Alters-, Geschlechter- und Frakturtypenverteilung nicht signifikant. Nach durchschnittlich 17 Monaten konnten 61 % aller Patienten radiologisch und klinisch nach dem „Merle d'Aubigné-Score” nachuntersucht werden. Alle Frakturen heilten knöchern mit vergleichbaren funktionellen Ergebnissen aus. In der PFN-Gruppe waren bei 17,2 % der Patienten Revisionen erforderlich, in der Gruppe mit DHS und Trochanterabstützplatte bei 21,6 % der Patienten. Die Operationsdauer betrug beim PFN durchschnittlich 46 min im Gegensatz zu durchschnittlich 61 min bei der Versorgung mittels DHS/TAP. Eine sofortige Vollbelastung war bei 98 % der PFN-Patienten möglich und bei 81 % der DHS/TAP. Die stationäre Aufenthaltsdauer betrug in der PFN-Gruppe im Mittel 20 Tage, in der DHS/TAP-Gruppe 24 Tage. Die Osteosynthese der instabilen trochantären Frakturen durch DHS/TAP ist mit einer höheren Komplikationsrate belastet. Deshalb empfehlen wir die Versorgung dieser instabilen Frakturtypen mit dem PFN.

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Die per- und subtrochantäre Fraktur ist eine typische Verletzung älterer Menschen. Das Therapieziel ist eine rasche operative Stabilisierung durch ein geeignetes Implantat. Insbesondere die instabilen Frakturformen erfordern eine geeignete Versorgungstechnik, um eine nachfolgende Frühmobilisierung des überwiegend geriatrischen Krankengutes zu ermöglichen. Als Standardverfahren stehen u. a. die dynamische Hüftschraube (DHS) mit Trochanterabstützplatte (TAP) und der proximale Femurnagel (PFN) zur Verfügung. Von Dezember 1997 bis November 2000 wurden 173 Patienten mit per- und intertrochantären Femurfrakturen der AO-Klassifikation 31 A-2 und A-3 mit DHS und Trochanterabstützplatte (n = 51) oder mit PFN (n = 122) osteosynthetisch versorgt. Das Durchschnittsalter der Patienten betrug 74 Jahre (27-98 Jahre). Beide Implantatgruppen unterschieden sich hinsichtlich der Alters-, Geschlechter- und Frakturtypenverteilung nicht signifikant. Nach durchschnittlich 17 Monaten konnten 61 % aller Patienten radiologisch und klinisch nach dem „Merle d'Aubigné-Score” nachuntersucht werden. Alle Frakturen heilten knöchern mit vergleichbaren funktionellen Ergebnissen aus. In der PFN-Gruppe waren bei 17,2 % der Patienten Revisionen erforderlich, in der Gruppe mit DHS und Trochanterabstützplatte bei 21,6 % der Patienten. Die Operationsdauer betrug beim PFN durchschnittlich 46 min im Gegensatz zu durchschnittlich 61 min bei der Versorgung mittels DHS/TAP. Eine sofortige Vollbelastung war bei 98 % der PFN-Patienten möglich und bei 81 % der DHS/TAP. Die stationäre Aufenthaltsdauer betrug in der PFN-Gruppe im Mittel 20 Tage, in der DHS/TAP-Gruppe 24 Tage. Die Osteosynthese der instabilen trochantären Frakturen durch DHS/TAP ist mit einer höheren Komplikationsrate belastet. Deshalb empfehlen wir die Versorgung dieser instabilen Frakturtypen mit dem PFN.

Key concepts: Medicine, Gynecology

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