2011•Helmholtz-Zentrum für Polar-und Meeresforschung (Alfred-Wegener-Institut)Open access

Fish diversity patterns and trophic relationships in different types of tropical seagrass meadows in the Spermonde Archipelago, South Sulawesi, Indonesia

Claudia Pogoreutz

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Abstract

In dieser Studie wurden Biodiversität und trophische Beziehungen von Fischgemeinschaften in Seegraswiesen von kleinen Koralleninseln im indonesischen Spermonde-Archipel untersucht. Die gesamte Fischabundanz korrellierte nicht mit der Seegras-Sproßdichte. Diversität und Artenzusammensetzung der Fischgemeinschaften unterschied sich signifikant zwischen einzelnen Seegraswiesen, intertidalen und subtidalen Seegraswiesen und den beiden Inseln. Für die Gesamtabundanz von Fischen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Seegraswiesen. Für die sechs häufigsten Fischarten kamen signifikante Unterschiede zwischen Standorten zu tragen (Labridae: Cheilio inermis, Halichoeres argus, H. chloropterus; Hemirhamphidae: Hemirhamphus far; Siganidae: Siganus canaliculatus; Nemipteridae: Pentapodus trivittatus). Die Fischdiversität war an dem Standort mit dem stärksten anthropogenen Einfluss am höchsten. Seegraswiesen in einem späten Sukzessionsstadium (hohe strukturelle Komplexität) waren artenreicher als Seegraswiesen in frühen Stadien (niedrige Komplexität). Art-Akummulationskurven zeigten dennoch für keinen der beprobten Standorte Sättigung. Für zwei der drei artenreichsten Fischfamilien, den Labriden (Lippfischen) und den Pomacentriden (Riffbarschen), erreichten Art-Akummulationskurven keine Saturierung, während die Kurve für die dritt-artenreichste Familie, den Nemipteriden (Scheinschnappern) Sättigung erreicht. Wie erwartet zeigte die Stabile Isotopen-Analyse, dass Primärproduzenten eine geringere Anreicherung an δ15N und δ13C aufweisen als die meisten Tier-Taxa. Die Isotopen-Signaturen der Evertebraten hatten einen größeren Umfang als die der Fische, allerdings war die stärkste Anreicherung für schweren Stickstoff in der piscivoren Fischgilde zu finden. Die niedrigsten Isotopen-Signaturen für Tiere wurden bei drei Arten von Muscheln (Codakia tigerina, Solemya pusilla, Fimbria sp.) und bei zwei Krebs-Arten (Eucalliax panglaoensis und Calliaxina sp.) gefunden. Es wird vermutet, dass diese Taxa eine Symbiose mit chemoautotrophen Bakterien pflegen und dass aus dieser Symbiose der für diese Organismen notwendige Kohlenstoff und Stickstoff für Wachstum und Entwicklung stammt. Die höchsten trophischen Stufen basierend auf Stickstoffwerten aus der Stabilen Isotopen-Analyse waren 3.69 und 3.44 für zwei piscivore Fische, den Großen Barrakuda (Sphyraena barracuda) und den Krokodils-Hornhecht (Tylosurus crocodilus). Herbivore Fische finden sich dagegen auf der niedrigsten Stufe wieder: der Kaninchenfisch Siganus virgatus belegt eine trophische Stufe von lediglich 1.91 und kann dadurch als Primärkonsument identifiziert werden. Weder Seegras noch Phytoplankton konnte in der Isotopen-Analyse als wichtige Nahrungsquelle in der untersuchten Seegraswiese identifiziert werden, der Algenaufwuchs auf den Seegräsern dürfte jedoch eine große Rolle im beschriebenen Nahrungsnetz spielen. Darm-Inhalts-Analysen zeigten vier Nahrungsgilden (Zoobenthivore, Omnivore, Piscivore, Herbivore). Die Nahrungskategorien, die in den meisten Mägen oder Därmen gefunden wurden, waren die der Crustaceen, der Gastropoden und der Seegräser. Die trophische Zusammensetzung von Fischgemeinschaften in unterschiedlichen Seegraswiesen zeigt distinkte Muster zwischen intertidalen und subtidalen Standorten. Die Gilden-Zusammensetzung basierend auf Daten aus einem visuellen Fisch-Zensus enthüllte sechs Nahrungsgilden in den Seegraswiesen: Herbivore, Zooplanktivore, Corallivore, Omnivore, Zoobenthivore und Piscivore. Unterschiede zu den Ergebnissen der Darm-Inhalts-Analyse werden damit erklärt, dass nicht alle Fischarten in die Analyse miteinbezogen werden konnten. Die zoobenthivore Gilde weist die höchsten Taxon-Zahlen an allen Standorten auf. Die artenmäßig kleinsten Gilden sind die Corallivoren, Piscivoren und Zooplanktivoren. Die höchsten Abundanzen sind an den intertidalen Standorten für die Zooplanktivoren und für die subtidalen Standorte für die Omnivoren und Zoobenthivoren zu finden. Corallivore, Piscivore und Herbivore sind an allen Standorten nur in geringen Abundanzen anzutreffen.

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In dieser Studie wurden Biodiversität und trophische Beziehungen von Fischgemeinschaften in Seegraswiesen von kleinen Koralleninseln im indonesischen Spermonde-Archipel untersucht. Die gesamte Fischabundanz korrellierte nicht mit der Seegras-Sproßdichte. Diversität und Artenzusammensetzung der Fischgemeinschaften unterschied sich signifikant zwischen einzelnen Seegraswiesen, intertidalen und subtidalen Seegraswiesen und den beiden Inseln. Für die Gesamtabundanz von Fischen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Seegraswiesen. Für die sechs häufigsten Fischarten kamen signifikante Unterschiede zwischen Standorten zu tragen (Labridae: Cheilio inermis, Halichoeres argus, H. chloropterus; Hemirhamphidae: Hemirhamphus far; Siganidae: Siganus canaliculatus; Nemipteridae: Pentapodus trivittatus). Die Fischdiversität war an dem Standort mit dem stärksten anthropogenen Einfluss am höchsten. Seegraswiesen in einem späten Sukzessionsstadium (hohe strukturelle Komplexität) waren artenreicher als Seegraswiesen in frühen Stadien (niedrige Komplexität). Art-Akummulationskurven zeigten dennoch für keinen der beprobten Standorte Sättigung. Für zwei der drei artenreichsten Fischfamilien, den Labriden (Lippfischen) und den Pomacentriden (Riffbarschen), erreichten Art-Akummulationskurven keine Saturierung, während die Kurve für die dritt-artenreichste Familie, den Nemipteriden (Scheinschnappern) Sättigung erreicht. Wie erwartet zeigte die Stabile Isotopen-Analyse, dass Primärproduzenten eine geringere Anreicherung an δ15N und δ13C aufweisen als die meisten Tier-Taxa. Die Isotopen-Signaturen der Evertebraten hatten einen größeren Umfang als die der Fische, allerdings war die stärkste Anreicherung für schweren Stickstoff in der piscivoren Fischgilde zu finden. Die niedrigsten Isotopen-Signaturen für Tiere wurden bei drei Arten von Muscheln (Codakia tigerina, Solemya pusilla, Fimbria sp.) und bei zwei Krebs-Arten (Eucalliax panglaoensis und Calliaxina sp.) gefunden. Es wird vermutet, dass diese Taxa eine Symbiose mit chemoautotrophen Bakterien pflegen und dass aus dieser Symbiose der für diese Organismen notwendige Kohlenstoff und Stickstoff für Wachstum und Entwicklung stammt. Die höchsten trophischen Stufen basierend auf Stickstoffwerten aus der Stabilen Isotopen-Analyse waren 3.69 und 3.44 für zwei piscivore Fische, den Großen Barrakuda (Sphyraena barracuda) und den Krokodils-Hornhecht (Tylosurus crocodilus). Herbivore Fische finden sich dagegen auf der niedrigsten Stufe wieder: der Kaninchenfisch Siganus virgatus belegt eine trophische Stufe von lediglich 1.91 und kann dadurch als Primärkonsument identifiziert werden. Weder Seegras noch Phytoplankton konnte in der Isotopen-Analyse als wichtige Nahrungsquelle in der untersuchten Seegraswiese identifiziert werden, der Algenaufwuchs auf den Seegräsern dürfte jedoch eine große Rolle im beschriebenen Nahrungsnetz spielen. Darm-Inhalts-Analysen zeigten vier Nahrungsgilden (Zoobenthivore, Omnivore, Piscivore, Herbivore). Die Nahrungskategorien, die in den meisten Mägen oder Därmen gefunden wurden, waren die der Crustaceen, der Gastropoden und der Seegräser. Die trophische Zusammensetzung von Fischgemeinschaften in unterschiedlichen Seegraswiesen zeigt distinkte Muster zwischen intertidalen und subtidalen Standorten. Die Gilden-Zusammensetzung basierend auf Daten aus einem visuellen Fisch-Zensus enthüllte sechs Nahrungsgilden in den Seegraswiesen: Herbivore, Zooplanktivore, Corallivore, Omnivore, Zoobenthivore und Piscivore. Unterschiede zu den Ergebnissen der Darm-Inhalts-Analyse werden damit erklärt, dass nicht alle Fischarten in die Analyse miteinbezogen werden konnten. Die zoobenthivore Gilde weist die höchsten Taxon-Zahlen an allen Standorten auf. Die artenmäßig kleinsten Gilden sind die Corallivoren, Piscivoren und Zooplanktivoren. Die höchsten Abundanzen sind an den intertidalen Standorten für die Zooplanktivoren und für die subtidalen Standorte für die Omnivoren und Zoobenthivoren zu finden. Corallivore, Piscivore und Herbivore sind an allen Standorten nur in geringen Abundanzen anzutreffen.

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Key contribution

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Method / approach

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Main findings

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Limitations

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Applications

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Available abstract

In dieser Studie wurden Biodiversität und trophische Beziehungen von Fischgemeinschaften in Seegraswiesen von kleinen Koralleninseln im indonesischen Spermonde-Archipel untersucht. Die gesamte Fischabundanz korrellierte nicht mit der Seegras-Sproßdichte. Diversität und Artenzusammensetzung der Fischgemeinschaften unterschied sich signifikant zwischen einzelnen Seegraswiesen, intertidalen und subtidalen Seegraswiesen und den beiden Inseln. Für die Gesamtabundanz von Fischen gab es keine signifikanten Unterschiede zwischen den Seegraswiesen. Für die sechs häufigsten Fischarten kamen signifikante Unterschiede zwischen Standorten zu tragen (Labridae: Cheilio inermis, Halichoeres argus, H. chloropterus; Hemirhamphidae: Hemirhamphus far; Siganidae: Siganus canaliculatus; Nemipteridae: Pentapodus trivittatus). Die Fischdiversität war an dem Standort mit dem stärksten anthropogenen Einfluss am höchsten. Seegraswiesen in einem späten Sukzessionsstadium (hohe strukturelle Komplexität) waren artenreicher als Seegraswiesen in frühen Stadien (niedrige Komplexität). Art-Akummulationskurven zeigten dennoch für keinen der beprobten Standorte Sättigung. Für zwei der drei artenreichsten Fischfamilien, den Labriden (Lippfischen) und den Pomacentriden (Riffbarschen), erreichten Art-Akummulationskurven keine Saturierung, während die Kurve für die dritt-artenreichste Familie, den Nemipteriden (Scheinschnappern) Sättigung erreicht. Wie erwartet zeigte die Stabile Isotopen-Analyse, dass Primärproduzenten eine geringere Anreicherung an δ15N und δ13C aufweisen als die meisten Tier-Taxa. Die Isotopen-Signaturen der Evertebraten hatten einen größeren Umfang als die der Fische, allerdings war die stärkste Anreicherung für schweren Stickstoff in der piscivoren Fischgilde zu finden. Die niedrigsten Isotopen-Signaturen für Tiere wurden bei drei Arten von Muscheln (Codakia tigerina, Solemya pusilla, Fimbria sp.) und bei zwei Krebs-Arten (Eucalliax panglaoensis und Calliaxina sp.) gefunden. Es wird vermutet, dass diese Taxa eine Symbiose mit chemoautotrophen Bakterien pflegen und dass aus dieser Symbiose der für diese Organismen notwendige Kohlenstoff und Stickstoff für Wachstum und Entwicklung stammt. Die höchsten trophischen Stufen basierend auf Stickstoffwerten aus der Stabilen Isotopen-Analyse waren 3.69 und 3.44 für zwei piscivore Fische, den Großen Barrakuda (Sphyraena barracuda) und den Krokodils-Hornhecht (Tylosurus crocodilus). Herbivore Fische finden sich dagegen auf der niedrigsten Stufe wieder: der Kaninchenfisch Siganus virgatus belegt eine trophische Stufe von lediglich 1.91 und kann dadurch als Primärkonsument identifiziert werden. Weder Seegras noch Phytoplankton konnte in der Isotopen-Analyse als wichtige Nahrungsquelle in der untersuchten Seegraswiese identifiziert werden, der Algenaufwuchs auf den Seegräsern dürfte jedoch eine große Rolle im beschriebenen Nahrungsnetz spielen. Darm-Inhalts-Analysen zeigten vier Nahrungsgilden (Zoobenthivore, Omnivore, Piscivore, Herbivore). Die Nahrungskategorien, die in den meisten Mägen oder Därmen gefunden wurden, waren die der Crustaceen, der Gastropoden und der Seegräser. Die trophische Zusammensetzung von Fischgemeinschaften in unterschiedlichen Seegraswiesen zeigt distinkte Muster zwischen intertidalen und subtidalen Standorten. Die Gilden-Zusammensetzung basierend auf Daten aus einem visuellen Fisch-Zensus enthüllte sechs Nahrungsgilden in den Seegraswiesen: Herbivore, Zooplanktivore, Corallivore, Omnivore, Zoobenthivore und Piscivore. Unterschiede zu den Ergebnissen der Darm-Inhalts-Analyse werden damit erklärt, dass nicht alle Fischarten in die Analyse miteinbezogen werden konnten. Die zoobenthivore Gilde weist die höchsten Taxon-Zahlen an allen Standorten auf. Die artenmäßig kleinsten Gilden sind die Corallivoren, Piscivoren und Zooplanktivoren. Die höchsten Abundanzen sind an den intertidalen Standorten für die Zooplanktivoren und für die subtidalen Standorte für die Omnivoren und Zoobenthivoren zu finden. Corallivore, Piscivore und Herbivore sind an allen Standorten nur in geringen Abundanzen anzutreffen.

Key concepts: Seagrass, Biology, Geography, Archipelago, Forestry, Ecology, Habitat

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