2002RePEc: Research Papers in EconomicsOpen access

Das Kyoto Protokoll: Eine ökonomische Analyse unter besonderer Berücksichtigung der flexiblen Mechanismen

Tineke Haensgen

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Abstract

In diesem Papier wird untersucht, ob bzw. wie sich im Rahmen des Kyoto Protokolls die globalen Emissionsreduktionsziele mit der ökonomischen Rationalität der beteiligten Länder in Einklang bringen lassen. Den äußeren Rahmen der Analyse bildet eine spieltheoretische Darstellung der Kooperationsprobleme souveräner Nationalstaaten im Bereich des internationalen Klimaschutzes. Im Mittelpunkt der ausführlichen wohlfahrtsökonomischen Analyse stehen die Funktionsweise und die Rolle der flexiblen Instrumente des Kyoto Protokolls, insbesondere des Emissionsrechtshandels und des Clean Development Mechanism. Die flexiblen Mechanismen stellen eine notwendige Bedingung für die Existenz des Abkommens dar. Sie verbessern die Kosteneffizienz der notwendigen Emissionsreduktionen und bieten daher Anreize für kooperatives Verhalten der Länder. Problematisch ist allerdings, dass die Koalitionäre nicht bereit sind, einen Teil ihres Effizienzgewinns zugunsten nicht-ökonomischer Ziele zu opfern. Ihr Streben nach kurzfristiger Kosteneffizienz führt zu einer sehr begrenzten ökologischen Effektivität des Kyoto Protokolls und verhindert eine zukünftige Erweiterung der Klimakoalition. Generell sind die Bestimmungen des Protokolls durchaus geeignet, vorteilhafte dynamische Rahmenbedingungen für einen weltweiten Lernprozess der Emissionsvermeidung zu schaffen. Eine nachhaltige Lösung des Klimaproblems kann jedoch nur durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft seitens der Industrie- und Transformationsländer erreicht werden.

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In diesem Papier wird untersucht, ob bzw. wie sich im Rahmen des Kyoto Protokolls die globalen Emissionsreduktionsziele mit der ökonomischen Rationalität der beteiligten Länder in Einklang bringen lassen. Den äußeren Rahmen der Analyse bildet eine spieltheoretische Darstellung der Kooperationsprobleme souveräner Nationalstaaten im Bereich des internationalen Klimaschutzes. Im Mittelpunkt der ausführlichen wohlfahrtsökonomischen Analyse stehen die Funktionsweise und die Rolle der flexiblen Instrumente des Kyoto Protokolls, insbesondere des Emissionsrechtshandels und des Clean Development Mechanism. Die flexiblen Mechanismen stellen eine notwendige Bedingung für die Existenz des Abkommens dar. Sie verbessern die Kosteneffizienz der notwendigen Emissionsreduktionen und bieten daher Anreize für kooperatives Verhalten der Länder. Problematisch ist allerdings, dass die Koalitionäre nicht bereit sind, einen Teil ihres Effizienzgewinns zugunsten nicht-ökonomischer Ziele zu opfern. Ihr Streben nach kurzfristiger Kosteneffizienz führt zu einer sehr begrenzten ökologischen Effektivität des Kyoto Protokolls und verhindert eine zukünftige Erweiterung der Klimakoalition. Generell sind die Bestimmungen des Protokolls durchaus geeignet, vorteilhafte dynamische Rahmenbedingungen für einen weltweiten Lernprozess der Emissionsvermeidung zu schaffen. Eine nachhaltige Lösung des Klimaproblems kann jedoch nur durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft seitens der Industrie- und Transformationsländer erreicht werden.

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In diesem Papier wird untersucht, ob bzw. wie sich im Rahmen des Kyoto Protokolls die globalen Emissionsreduktionsziele mit der ökonomischen Rationalität der beteiligten Länder in Einklang bringen lassen. Den äußeren Rahmen der Analyse bildet eine spieltheoretische Darstellung der Kooperationsprobleme souveräner Nationalstaaten im Bereich des internationalen Klimaschutzes. Im Mittelpunkt der ausführlichen wohlfahrtsökonomischen Analyse stehen die Funktionsweise und die Rolle der flexiblen Instrumente des Kyoto Protokolls, insbesondere des Emissionsrechtshandels und des Clean Development Mechanism. Die flexiblen Mechanismen stellen eine notwendige Bedingung für die Existenz des Abkommens dar. Sie verbessern die Kosteneffizienz der notwendigen Emissionsreduktionen und bieten daher Anreize für kooperatives Verhalten der Länder. Problematisch ist allerdings, dass die Koalitionäre nicht bereit sind, einen Teil ihres Effizienzgewinns zugunsten nicht-ökonomischer Ziele zu opfern. Ihr Streben nach kurzfristiger Kosteneffizienz führt zu einer sehr begrenzten ökologischen Effektivität des Kyoto Protokolls und verhindert eine zukünftige Erweiterung der Klimakoalition. Generell sind die Bestimmungen des Protokolls durchaus geeignet, vorteilhafte dynamische Rahmenbedingungen für einen weltweiten Lernprozess der Emissionsvermeidung zu schaffen. Eine nachhaltige Lösung des Klimaproblems kann jedoch nur durch eine erhöhte Zahlungsbereitschaft seitens der Industrie- und Transformationsländer erreicht werden.

Key concepts: Political science, Humanities, Philosophy

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