2007•Arthritis und RheumaRequires access

Aromatase-Inhibitor-induzierte Osteoporose (AIBL) bei Frauen mit primärem Mammakarzinom

R. Hadji, M. Ziller

Open publisher page 0 citations

Abstract

Zusammenfassung Mammakarzinom und Osteoporose gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau und haben einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und Lebenseiwartung. Neben der Wirkung auf das Brustdrüsengewebe haben Östrogene auch einen entscheidenden Einfluss auf die Regulation des Knochenstoffwechsels. Insgesamt werden ca. 70 bis 80 Prozent des Knochenmasseverlustes nach der Menopause dem physiologischen Östrogenmangel zugeschrieben. Zusätzlich zum in der ersten Dekade nach der Menopause am stärksten ausgeprägten Knochenmasseverlust haben auch niedrigste Östrogenserumspiegel in der späten Postmenopause einen entscheidenden Einflussaufdie Knochengesundheit. Im Rahmen der adjuvanten Therapie des hormonsensitiven Mammakarzinoms führen Therapieoptionen wie z. B. Chemotherapie, antihormonelle Therapie mit GnRH-Analoga und Tamoxifen bei prämenopausa- len Frauen sowie Aromatase-Inhibitoren (AI) bei post- menopausalen Frauen in Abhängigkeit vom Ausgangsbefund zu einer nachhaltig negativen Beeinflussung des Knochenstoffwechsels. Seit August 2005 besteht die Zulassung für AI zuradjuvanten Therapie des hormonrezeptorpositiven Mammakarzinoms bei postmenopausalen Patientinnen. Hierbei wurden in derZulassungsstudie eines AI bei jeder zehnten Frau im Beobachtungszeitraum von 60 Monaten (median) eine osteoporoseassoziierte Fraktur nachgewiesen. Es ist zu erwarten, dass es durch den zunehmenden Einsatz von AI zu einer Steigerung der Osteoporoseinzidenz und Frakturenrate kommen wird. Zielsetzung des folgenden Beitrags ist es, einen aktuellen Überblick über diese Zusammenhänge zu geben und Möglichkeiten der Prävention und Therapie aufzuzeigen.

About this research paper

What this paper is about

Zusammenfassung Mammakarzinom und Osteoporose gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau und haben einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und Lebenseiwartung. Neben der Wirkung auf das Brustdrüsengewebe haben Östrogene auch einen entscheidenden Einfluss auf die Regulation des Knochenstoffwechsels. Insgesamt werden ca. 70 bis 80 Prozent des Knochenmasseverlustes nach der Menopause dem physiologischen Östrogenmangel zugeschrieben. Zusätzlich zum in der ersten Dekade nach der Menopause am stärksten ausgeprägten Knochenmasseverlust haben auch niedrigste Östrogenserumspiegel in der späten Postmenopause einen entscheidenden Einflussaufdie Knochengesundheit. Im Rahmen der adjuvanten Therapie des hormonsensitiven Mammakarzinoms führen Therapieoptionen wie z. B. Chemotherapie, antihormonelle Therapie mit GnRH-Analoga und Tamoxifen bei prämenopausa- len Frauen sowie Aromatase-Inhibitoren (AI) bei post- menopausalen Frauen in Abhängigkeit vom Ausgangsbefund zu einer nachhaltig negativen Beeinflussung des Knochenstoffwechsels. Seit August 2005 besteht die Zulassung für AI zuradjuvanten Therapie des hormonrezeptorpositiven Mammakarzinoms bei postmenopausalen Patientinnen. Hierbei wurden in derZulassungsstudie eines AI bei jeder zehnten Frau im Beobachtungszeitraum von 60 Monaten (median) eine osteoporoseassoziierte Fraktur nachgewiesen. Es ist zu erwarten, dass es durch den zunehmenden Einsatz von AI zu einer Steigerung der Osteoporoseinzidenz und Frakturenrate kommen wird. Zielsetzung des folgenden Beitrags ist es, einen aktuellen Überblick über diese Zusammenhänge zu geben und Möglichkeiten der Prävention und Therapie aufzuzeigen.

Why it matters

A significance statement is not available in the OpenAlex record.

Key contribution

A contribution statement is not available in the OpenAlex record.

Method / approach

Method details are not available in the OpenAlex metadata.

Main findings

Findings are not separately available in the OpenAlex metadata.

Limitations

Limitations are not available in the OpenAlex metadata.

Applications

Application details are not available in the OpenAlex metadata.

Available abstract

Zusammenfassung Mammakarzinom und Osteoporose gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau und haben einen entscheidenden Einfluss auf Lebensqualität und Lebenseiwartung. Neben der Wirkung auf das Brustdrüsengewebe haben Östrogene auch einen entscheidenden Einfluss auf die Regulation des Knochenstoffwechsels. Insgesamt werden ca. 70 bis 80 Prozent des Knochenmasseverlustes nach der Menopause dem physiologischen Östrogenmangel zugeschrieben. Zusätzlich zum in der ersten Dekade nach der Menopause am stärksten ausgeprägten Knochenmasseverlust haben auch niedrigste Östrogenserumspiegel in der späten Postmenopause einen entscheidenden Einflussaufdie Knochengesundheit. Im Rahmen der adjuvanten Therapie des hormonsensitiven Mammakarzinoms führen Therapieoptionen wie z. B. Chemotherapie, antihormonelle Therapie mit GnRH-Analoga und Tamoxifen bei prämenopausa- len Frauen sowie Aromatase-Inhibitoren (AI) bei post- menopausalen Frauen in Abhängigkeit vom Ausgangsbefund zu einer nachhaltig negativen Beeinflussung des Knochenstoffwechsels. Seit August 2005 besteht die Zulassung für AI zuradjuvanten Therapie des hormonrezeptorpositiven Mammakarzinoms bei postmenopausalen Patientinnen. Hierbei wurden in derZulassungsstudie eines AI bei jeder zehnten Frau im Beobachtungszeitraum von 60 Monaten (median) eine osteoporoseassoziierte Fraktur nachgewiesen. Es ist zu erwarten, dass es durch den zunehmenden Einsatz von AI zu einer Steigerung der Osteoporoseinzidenz und Frakturenrate kommen wird. Zielsetzung des folgenden Beitrags ist es, einen aktuellen Überblick über diese Zusammenhänge zu geben und Möglichkeiten der Prävention und Therapie aufzuzeigen.

Key concepts: Gynecology, Medicine

Related papers

Back to paper searchBrowse research topicsOriginal source
Aromatase-Inhibitor-induzierte Osteoporose (AIBL) bei Frauen mit primärem Mammakarzinom — Research Paper | ScholarLens